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Das Archiv Frau und Musik vorgestellt

Veröffentlicht am 22.05.2015

Blick in einen der Räume des Archivs © Susanne WosnitzkaBlick in einen der Räume des Archivs © Susanne WosnitzkaVon außen ein unscheinbarer, heller Backsteinbau entpuppen sich die „hoffmanns höfe“ als erstaunlich lebendig. In diesem Konglomerat aus Tagungsräumen, einem Hotel und Bürozimmern – einer gemeinnützigen Gesellschaft für Bildung und berufliche Integration – befindet sich das Archiv Frau und Musik, das weltweit älteste, größte und bedeutendste Archiv zu Musik von Frauen aus aller Welt.

Stille. Hin und wieder knarzendes Parkett. Das knitzerige Geräusch umblätternder Seiten. Sonnenstrahlen, die durchs Fenster fallen, in denen vereinzelt winzige Staubpartikel schillern, die langsam, langsam zu Boden driften. Ein gewisser Geruch in der Luft, der altem Papier zu eigen ist. Friedvolle Häuslichkeit. Räume, die Geschichte atmen. Eine ganz besondere, verkannte, unglaublich aufregende Geschichte. [...]

Blick in eine der Schauvitrinen des Archivs. © Susanne WosnitzkaBlick in eine der Schauvitrinen des Archivs. © Susanne Wosnitzka

Hier gehts weiter mit dem Text, den ich als Gastbeitrag für Gaby Dos Santos (bekannte Münchner Musiktheatercollagistin) für ihren jourfixeblog schrieb.

 

Eine Kritik dazu von Jon Michael Winkler, Münchner Komponist und Kulturschaffender:

"Der folgende Beitrag im jourfixe-blog wurde von Susanne Wosnitzka verfasst und schildert sinnlich und lebhaft die Räumlichkeiten des Archiv Frau und Musik in Frankfurt (a.M.) und der darin verborgenen Schätze. Aber noch viel wichtiger als diese greifbaren Preziosen in dem weltweit größten Archiv seiner Art, ist der Geist, der hinter all dem steht und der deutlich macht, wie wichtig und notwendig die dort geleistete Arbeit ist. Wie Susanne Wosnitzka habe ich dereinst an der Universität am musikwissenschaftlichen Institut der LMU zahllose Vorlesungen besucht, und sieht man mal von äußerst prominenten Vertreterinnen wie Clara Schumann oder Fanny Mendelsohn ab, habe ich nie von einer anderen Komponistin gehört, geschweige denn, dass ein Werk von ihr analysiert worden wäre. Erst nach meinem Studium stieß ich auf Eva Weissweilers Buch "Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart", das mir einen weiteren Grund für meine Abneigung gegen diese erzkonservative Einrichtung lieferte. Durch das Verschweigen unzähliger hochbegabter Frauen konnte man ja nur den Eindruck gewinnen, dass es sie gar nicht gegeben hätte oder geben würde! Dafür gibt es aber nur ein Wort: GESCHICHTSFÄLSCHUNG! Dabei ist die berühmte Hildegard von Bingen als erste namentlich genannte Komponistin der Musikgeschichte die Stammmutter all derer, die diesem Beruf und dieser Berufung nachgehen. Ich möchte, das hier so deutlich betonen weil ich sowohl das Archiv Frau und Musik, wie die Münchner Schwester, den Verein musica femina münchen e.V. unterstützen will, dem ich auch schon einige spannende Vortragsabende mit Susanne Wosnitzka verdanke."

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