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Projekte 2018

 

Ethel Smyth und ihre Bedeutung in der Suffragettenbewegung
Freitag, 30. November 2018, Historisches Museum Stadt Frankfurt/Main
In Kooperation mit dem Archiv Frau und Musik im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland (wird noch aktualisiert zu gegebener Zeit)

Ethel Smyth, Schöpferin des legendären The March of the Women, die – von Clara Schumann beeindruckt – in Leipzig Komposition studierte, von Johannes Brahms und Gustav Mahler als 'Schrulle' abgetan wurde. Einer ihrer großen Lieben, Pauline Trevelyan, widmete Ethel Smyth ihre spektakuläre Messe in D, zu der sie in München inspiriert wurde und große Unterstützung von Queen Victoria erhielt. Mit Emmeline Pankhurst, dem Flaggschiff der ersten Frauen(wahl)rechtsbewegung, demonstrierte Ethel Smyth um 1910 für die Rechte der Frauen, wurde eingesperrt und dirigierte selbst noch im Gefängnis ihren The March of the Women, der zur Hymne der britischen Frauenbewegung wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg und einer Odyssee durch Europa und Ägypten bemerkte Ethel Smyth erste Anzeichen einer späteren nahezu völligen Ertaubung. In England lernte sie Virginia Woolf zu einer Zeit kennen (und lieben), in der sich auch die berühmte Schriftstellerin Gedanken um die Emanzipation der Frau machte. Mit ihren Opern und Kammermusikwerken und als Autobiografin setzte Ethel Smyth mit ihren geistsprühenden Betrachtungen über die Gesellschaft Marksteine. Heute gilt sie als einzige Komponistin Englands, die – trotz Anfeindungen – in einer Zeit erfolgreich war, in der Frauen in 'Männerdomänen' so gut wie noch keine Lobby hatten. Dieser Vortrag ruft die Bedeutung der "Felsensprengerin, Brückenbauerin und Wegbereiterin" (Virginia Woolf an Ethel Smyth), die Entstehungsgeschichte des The March of the Women und die frühe Lesben- und Frauenbewegung ins Gedächtnis.


Die Löwinnen von Paris – Frauen in Hosen an vorderster Front
Mittwoch, 30. Mai 2018, 19 Uhr, Lagerhalle (Raum 102), Rolandsmauer 26, 49074 Osnabrück
Eine Veranstaltung des Vereins Gay in May e. V.

Für diesen Vortrag öffnet Susanne Wosnitzka  ihre Schatzkiste an Wissen mit absolut neuen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu Frauen in Hosen – darunter auch Lesben – aus der Zeit zwischen 1750 und 1850. Sie entblättert bislang unveröffentlichtes Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette. Darunter waren die "Löwinnen von Paris", die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren.
Mehr Infos dazu finden Sie hier.


Die Löwinnen von Paris – Frauen in Hosen an vorderster Front
Freitag, 18. Mai 2018, 18 Uhr, FrauenLesbenMädchenZentrum, FZ-Bar, Währinger Straße 59, Eingang Perchtlgasse, 1090 Wien

Für diesen Vortrag öffnet Susanne Wosnitzka  ihre Schatzkiste an Wissen mit absolut neuen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu Frauen in Hosen – darunter auch Lesben – aus der Zeit zwischen 1750 und 1850. Sie entblättert bislang unveröffentlichtes Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette. Darunter waren die "Löwinnen von Paris", die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren.


Vilma von Webenau – verwehte Spuren?
Donnerstag, 17. Mai 2018, Schlosstheater Schönbrunn, Wien
Eine Veranstaltung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zum IDAHOT

Vilma von Webenau (1875-1953) gilt heute als allererste Privatschülerin des Komponisten Arnold Schönberg. In Wien erhielt sie eine umfassende pianistische Ausbildung durch Cäcilie Frank. Bei Arnold Schönberg studierte sie von 1898/99 bis 1902, folgte ihm 1900 nach Berlin. Um 1910 lebte sie für mehrere Jahre in München. Zu ihrem Leben und Werk ist größtenteils noch nichts bekannt, eine Spurensuche erweist sich als schwierig. In der österreichischen Nationalbibliothek befinden sich rund 110 Werke aus ihrer Feder – vom Klavierstück bis zur Oper sind so gut wie alle Sparten bedient. Doch wo und wie lassen sich Spuren finden? Was sind Fakten, was ist bislang Spekulation? Seit mehreren Jahren forsche ich privat nebenbei zu dieser interessanten Persönlichkeit. So konnte ich herausfinden, wer in Wien ihre Klavierlehrerin war, dass sie in München gelebt und studiert hatte, wer in Wien ihre Mitschülerinnen bei Cäcilie Frank waren, wer ihren Nachlass in die ÖNB eingebracht hatte, wo sie in Wien gewohnt hatte und vieles mehr, das ich in bislang zwei Aufsätzen in renommierten Instituten veröffentlichen konnte (Archiv Frau und Musik, Sophie Drinker Institut). Ungeklärt ist, wie sie lebte, wovon sie lebte, mit wem sie lebte, wie sie im sog. Dritten Reich gelebt hatte – bislang wird vermutet, dass Vilma von Webenau lesbisch gewesen sein könnte. Auch diesem gilt es, weiter nachzuspüren, um Sicherheit zu erlangen. In welchen Kreisen hatte sie sich damals bewegt, wie wurde ihre Musik damals eingeschätzt? Noch ganz am Anfang der Forschungen begebe ich mich auf Spurensuche in Wien.

An diesem Abend werden mehrere Werke von Vilma von Webenau erst- oder uraufgeführt!


"Shout, shout, up with your song!" – Die Komponistin Ethel Smyth
Dienstag, 15. Mai 2018, 19 Uhr, STICHWORT Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung Wien, Gusshausstraße 20/1A+B1040 Wien
Mehr Infos dazu hier.


Frauen in Bewegung  Frauenliebende Frauen vorneweg!
Mittwoch, 21. März 2018, 19 Uhr, Studio der Münchner Aidshilfe, Lindwurmstraße 71, 80337 München
Eine Kooperationsveranstaltung des Forums Homosexualität, rosaAlter e. V. und dem Lesbensalon im Rahmen des Int. Frauentags

Impulsreferat von Susanne Wosnitzka zur sog. Ersten Welle der Frauenbewegung um 1900 und der Bedeutung lesbischer Frauen darin, Überleitung von Christina Schäfer und Sabine Holm mit einem seltenst gezeigten Film von Christine Schäfer zur sog. Zweiten Welle mit einem Ausblick auf die jetzige Zeit und die Zukunft. Moderation: Zara Pfeiffer.


Projekte 2017

Die Löwinnen von Paris – Frauen in Hosen an vorderster Front
Sonntag, 8. Oktober 2017, 10 Uhr, Frauentreff Ulm, Hinter dem Brot 9

Für diesen Vortrag öffnet Susanne Wosnitzka nochmals ihre Schatzkiste an Wissen mit absolut neuen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu Frauen in Hosen – darunter auch Lesben – aus der Zeit zwischen 1750 und 1850. Sie entblättert bislang unveröffentlichtes Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette. Darunter waren die "Löwinnen von Paris", die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren. Mehr dazu direkt auf der Seite des Frauentreffs Ulm e. V.


MOZARTS | FRAUEN

Freitag, 26. Mai 2017, 19 Uhr, Stadtbibliothek am Mailänder Platz, Max-Bense-Forum
Podiumsgespräch: Mozart und die Frauen, im Rahmen des Stuttgarter Mozartfests mit Prof. Dr. Melanie Unseld (Wien) und Susanne Wosnitzka M. A. (Augsburg).  Moderation: Peter Lauer (Präsident Mozartgesellschaft Stuttgart) | Musikalische Umrahmung: Emily Hermann

Aus Anlass des 175. Todestages von Constanze Mozart (1762-1842) laden wir Sie ein zu einem Gespräch über ein vielschichtiges Thema. Betrachten Sie mit uns Mozarts Gefühlswelt, die erste Jugendliebe, das Augsburger »Bäsle«, die große Liebe zur Sängerin Aloysia Weber, seine geliebte Ehefrau und Nachlaßverwalterin »Stanzerl« sowie seine äußerst begabte »carissima sorella«, die allerliebste Schwester »Nannerl«, die bereits in jungen Jahren im Schatten des jüngeren Bruders stand. Vater Leopold berichtet: »...dass mein mädl eine der geschicktesten Spilerinnen in Europa ist, wenn Sie gleich nur 12 Jahre hat.« Wir erfahren von den Frauenfiguren in Mozarts Opern und beleuchten das Frauenbild im Rokoko.

Als Gäste begrüßen wir die Musikwissenschaftlerinnen Melanie Unseld, Professorin an der Wiener Musikuniversität und Autorin von »Mozarts Frauen« sowie Magister Susanne Wosnitzka, Spezialistin auf dem Gebiet Frauen und Musik. Als musikalische Einlagen hören Sie Klavierstücke aus Nannerls Notenbuch.


herstory I Komponistinnenmusik und zeitgenössischer Tanz

Gemeinsam mit der herausragenden Violinistin Biliana Voutchkova spielt und (ver-)tanzt die Stuttgarter Profi-Tänzerin Eva Baumann Werke von Komponistinnen aus dem 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Premiere am 23. Mai 2017 im Theaterhaus in Stuttgart (Siemensstr. 11 70469 Stuttgart). Susanne Wosnitzka gibt dazu am Donnerstag, den 25. Mai 2017, einen Einblick in die Musikgeschichte aus weiblicher Feder. 

Der Körper musiziert und die Musik tanzt! Unter diesem Motto begegnen sich die Violinistin Biliana Voutchkova und die Tänzerin Eva Baumann zu einem Tête-à-Tête der besonderen Art:

Im Zentrum der Musik-Tanzperformance stehen die Werke außergewöhnlicher Komponistinnen. herstory I spannt den Bogen vom Mittelalter mit Musik von Hildegard von Bingen zur Klangfülle des Barock bis in die Gegenwart mit Kompositionen von Ruth Schonthal und Joanna Bruzdowicz und entführt das Publikum in zuweilen unentdeckte Klangwelten.

Was passiert, wenn zeitgenössischer Tanz und die Musik verschiedener Epochen aufeinander treffen? Die konzentrierte Begegnung ist Nährboden für einen Abend voller Dynamik. Im Vordergrund bleiben dabei immer das Aufeinander-Hören und das völlige Aufgehen im musikalisch-tänzerischen Moment.

Am Premierentag hält die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Freia Hoffmann vom Sophie-Drinker-Institut Bremen um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Instrument und Körper. Einige Bemerkungen zur Wahrnehmung von Musikerinnen“.

Wir freuen uns, daß die Komponistin Joanna Bruzdowicz ebenfalls bei der Premiere anwesend sein wird.

Am 24. Mai findet nach der Vorstellung ein Künstlerinnengespräch statt , moderiert von der Journalistin Petra Mostbacher-Dix.

Am 25. Mai wird die Musikwissenschaflerin Susanne Wosnitzka um 19 Uhr eine Einführung geben „Komponistinnen vor! In der Vergangenheit und im Jetzt! Einblicke in die Frauenmusikgeschichte.“

Weitere Vorstellungen mit Rahmenprogramm sind am Mittwoch, 24. und Donnerstag, 25.Mai um jeweils 20.15 Uhr.

Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse 18 € / 14 € ermäßigt

Weitere Informationen zur Produktion sowie zum Rahmenprogramm finden Sie auf www.theaterhaus.de


 Passion Talks Talks für Herz und Hirn

Montag, 27. März 2017, Einlass 19 Uhr, MultiVersum, Milchstraße 4 (hinter dem Gasteig), 81667 München, Eintritt frei

Als Gast von Naomi Susan Isaacs: Die Frauenforscherin, Musikwissenschaftlerin und Aktivistin SUSANNE WOSNITZKA
"Susanne Wosnitzkas Vorträge sind immer faszinierend!"
Ihr Thema: "Die Reise ihres Lebens – die blinde Komponistin Maria Theresia Paradis (1759-1824) auf Europatournee"

Susanne Wosnitzka empfindet eine starke Verbindung zu den Komponistinnen, deren Leben sie erforscht. Vor allem zu Maria Theresia Paradis, deren Schicksal gewisse Parallelen in ihrem eigenen Leben widerspiegelt. Sie bringt uns Leben, Leid und Leidenschaft der jungen Komponistin näher: Susanne Wosnitzka wurde gehörgeschädigt geboren, Maria Theresia Paradis wuchs ab ihrem dritten Lebensjahr blind auf.
"Anderswelten" im Gestern und Heute.

Einlass: 19h
Vortrag: ca. 19.30h (flexibel) (ca. 45 Minuten)
Danach lockerer Austausch bei „einem Gläschen“ und Knabbereien
Ende der Veranstaltung 22h


Frauen  Stimmen  Gleiche Rechte: Internationaler Frauentag  meet me in Ulm!

Mittwoch, 8. März 2017, Café Canapée, Ulm, 19:30 Uhr

Der internationale Frauentag wurde 1910 von Clara Zetkin vorgeschlagen.Um den Ersten Weltkrieg etablierte sich der Tag im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Die Vereinten Nationen wählten ihn später als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus.

Dieser Tag hat seine Vorgeschichte und seine Protagonistinnen. Wir werden einen Blick in die Geschichte des Tages und des Kampfes um Frauenrechte unternehmen - und dabei wird ein Schwerpunkt auf Ethel Smyth (1858-1944), Suffragette, Komponistin, Schriftstellerin, Lesbe und Schöpferin des legendären "The March of the Women" liegen.

Doch auch heute sind die Rechte der Frau noch weit von einer Gleichheit entfernt - und die erkämpften Rechte sind bedroht. Weltweit versuchen viele Kräfte, das Rad zurückzudrehen. In den letzten Tagen gab es beeindruckende Bilder aus den Staaten, als im Kongress Frauen in Weiß gegen Rückschritte auftraten.

Im Iran kämpfen Frauen gegen Schleierzwang und religiösen Druck. Und in Deutschland gehen Frauen gegen die im europaweiten Vergleich doch spektakulär schlechten Einkommen von Frauen hierzulande auf die Straße.

Ethel Smyth bietet noch weitere Aspekte - drum steht sie im Mittelpunkt des Abends. Wie werden Frauen wahrgenommen? Wie wird z. B. lesbisches Leben aufgenommen?

Christof Werneke, Ulmer Kulturveranstalter, freut sich, Susanne Wosnitzka für diesen Abend gewonnen zu haben!


Projekte 2016

„UND SIE KOMPONIEREN, DIRIGIEREN DOCH!“
Warum gibt es nach wie vor so wenige Komponistinnen und Dirigentinnen im Konzertbetrieb?

Konferenz – So., 31. Januar bis Mo., 1. Februar 2016

Fachreferate und Podiumsgespräch | Musikalisches Intermezzo | Networking

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von
musica femina münchen e. V. und
Archiv Frau und Musik/Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V.

den 6-seitigen Konferenzflyer anzeigen
das Anmeldeformular anzeigen
ein kostengünstiges Hotel finden (13 Min Fußweg)

Francesca Caccini (1587-1641?) war eine italienische Sängerin, Komponistin und Instrumentalistin. Sie gehört zu den Pionier_innen der Gattung Oper. Ihre (Ballett-)Oper La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina gilt als früheste erhaltene Oper einer Komponistin. Die Uraufführung war am 2. Februar 1625 am Florentiner Hof.
Die Medici legten Wert auf Caccini als musikalisches Aushängeschild ihres Hofes. Die Position, die sich Caccini als festangestellte Hofkomponistin innerhalb der Florentiner Musikszene erarbeitete, darf nicht nur als separater Sonderfall öffentlichen weiblichen Komponierens verstanden werden, sondern muss auch unabhängig von Geschlechterfragen im Umfeld ihrer komponierenden Kolleg_innen anerkannt werden.
Die Dirigentin Elke Mascha Blankenburg (1943-2013) legte den Grundstein für eine erneute Beschäftigung mit Frauenmusikgeschichte. La liberazione erlebte 1980 unter ihrer Leitung eine fulminante Erstaufführung in neuer Zeit an der Kölner Oper. Blankenburg war Mitbegründerin des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e.V.
Die Münchner Wiederaufführung am 1. Februar 2016 – genau 391 Jahre nach der UA – ist Anlass, sich mit der Betrachtung der Rolle der Frau auch in Leitungspositionen in der Musik auf dieser Konferenz auseinanderzusetzen.

Sonntag 31. Januar 2016
Ort: Deutschkurse bei der Universität München e.V.
Agnesstraße 27, 80798 München

09:00 Einlass bei kleinem Frühstücksimbiss
10:00 Fachreferat: Sendungen zum Thema Frauen in der Musik der deutschen Medienlandschaft 2015 – Mary Ellen Kitchens M.A.
10:30 Fachreferat: Darstellung und Sichtbarkeit von Komponistinnen im Internet. Das Potential von Web und Social Media – Susanne Wosnitzka M.A.
11:00 Networking
12:00 Musikalisches Intermezzo – Werke von Manuela Kerer
12:30 Mittagspause mit warmem Imbiss in den Tagungsräumen
14:00 Podiumsgespräch mit

  • Prof. Dr. Eva Rieger, Musikwissenschaftlerin
  • Dr. Anke Steinbeck, Musikwissenschaflerin
  • Dr. Manuela Kerer, Komponistin
  • Prof. Dr. Siegfried Mauser, Musikwissenschaftler
  • Mirga Gražinytė-Tyla, Dirigentin
  • Mary Ellen Kitchens M.A., Dirigentin
  • Christine Lemke-Matwey, Journalistin (Moderation)

15:30 Gespräch des Publikums mit den PodiumsteilnehmerInnen
16:30 Ende der Diskussion, Networking nach Lust und Laune
19:30 Abendessen im Gartensalon, Türkenstraße 90


 Montag 1. Februar 2016

15:00 Filmsalon mit Networking, Bürgerhaus Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b: Written by Mrs. Bach (Alex McCall, 52 Min. dt. mit engl.)
19:00 Konzerteinführung
20:00 Konzert La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina, Herkulessaal Residenz München, Francesca Caccini (1587-1641?), Huelgas Originalklangensemble. Tickets unter www.musikerlebnis.de
KonferenzteilnehmerInnen erhalten 20% Rabatt auf die Originalpreise von
€ 38 | 46 | 54 | 62 | 70 | 75

 

Tagungsleitung Dr. Ulrike B. Keil (Musikwissenschaflerin, Musikmanagerin)
Öffentlichkeitsarbeit Gaby dos Santos (Kulturmanagerin, Medienkünstlerin)
Organisation/Redaktion Anne Holler-Kuthe (IT-Fachfrau), Susanne Wosnitzka (Musikwissenschaftlerin)

Kosten für Konferenzteilnahme inklusive Imbiss 25 € (erm. 15 €)

Teilnehmer_innenzahl begrenzt – Berücksichtigung der Anmeldung nach Eingang
Wir danken unseren Förder_innen, Sponsor_innen und
privaten Spender_innen

 

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Logo Steegmann FoundationLogo Deutschkurse

 


DER LETZTE MONTAG – LEITGEDANKEN. SICHTWEISEN, ENTWÜRFE, AUSBLICKE
Montag, 29. Februar 2016, 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr),  Studio AUM, Schützenstraße 10, 80335 München (Hbf), Eintritt 15 €
Gastgeberin: Naomi Susan Isaacs

"Eine etwas andere Damenwahl"

Der 29. Februar ist Tag der Damenwahl zumindest in England, an dem Frauen um die Hand der Männer anhalten – und an dem Männer am Besten nicht Nein sagen dürfen. Wie kam dieser besondere Tag zustande und wie wurden die Ehen in England eigentlich gelebt? Susanne Wosnitzka öffnet dazu erstmals ihre Schatzkiste an Wissen mit bislang unveröffentlichten Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zum Verhältnis Mann/Frau in England sowie zum dortigen Stand der Ehe zwischen den Jahren 1750 und 1840. Sie entblättert allerlei Skurrilitäten, Denkwürdigkeiten, Emotionalitäten, Witzigkeiten, aber auch Ernsthaftes, was die Menschen zu diesem Thema umtribe und frühe Feminist_innen auch auf die Barrikaden brachte.

Weitere Infos hier.


Wikipedia – Raum für Befrauung, Mut zur Veränderungkofra-Logo © kofra München.kofra-Logo © kofra München.
Donnerstag, 3. März 2016, 19 Uhr, Baaderstraße 30, 80469 München
Gastgeberin: KOFRA Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation e.V.

Googelt man nach Frauenbiografien, stößt man meist als allererstes auf Wikipedia. Das Ziel von Wikipedia ist es, eine frei lizenzierte und qualitativ hochwertige Enzyklopädie zu schaffen und zu verbreiten. Jede_r Internetnutzer_in kann Wikipedia nicht nur lesen, sondern auch als Autor_in daran mitwirken. Dadurch soll das geballte Wissen aller Menschen eingebracht und genutzt werden können. Klingt gut? Ja, aber…

Wie und inwiefern sind Frauen in der Wikipedia als Autorinnen und Repräsentierte im Jetzt und in der Vergangenheit vertreten? Wird die Wikipedia der Frauengeschichte gerecht, und welche Rolle spielt die „Relevanz“? Und wie lässt auch dort die „Männerherrschaft“ ihre Muskeln spielen? Wie kann man dem entgegenwirken? 

Anhand von Statistiken und konkreten Beispielen erhalten die Vortragsteilnehmerinnen einen Einblick in Funktion, Aufbau und Strategie der Wikipedia. Und was frau selbst tun kann, um die Wikipedia aktiv „zu befrauen“.

Susanne Wosnitzka ist Musikwissenschaftlerin und selbst Wiki-(Haupt)Autorin (z.B. Lili Boulanger, Barbara Kluntz, musica femina münchen e.V.). Gerne gibt sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen weiter.


Komponistinnen vor! In der Vergangenheit und im Jetzt!kofra-Logo © kofra München.kofra-Logo © kofra München.
Montag, 7. März 2016, 19 Uhr, Baaderstraße 30, 80469 München
Gastgeberin: KOFRA Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation e.V.

"Jede Frau sollte mindestens ein Jahr lang Frauengeschichte studieren, egal, was sie sonst macht. Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat." (Gerda Lerner)

Wie kam es, dass Frauen "in der Gemeinde" zu schweigen hatten? Wieso wurden sie v. a. im 17. und 18. Jahrhundert in Rom durch Kastraten ersetzt? Warum gibt es so viele Werke von einem "Anonymus" – könnte sich dahinter doch eine Frau verbergen? Warum sind Frauen – bis auf berühmte Ausnahmepersönlichkeiten – in der Geschichte so unsichtbar? Warum wurden sie durch die Geschichtsschreibung unsichtbar gemacht? Warum sind v. a. in der Musik ihre Werke bis heute vielfach so unbekannt? Was hat Geschichte mit der heutigen Zeit zu tun?

An diesem Abend lernen Sie nicht nur Geschichte(n) von musikschaffenden Frauen kennen, sondern generell auch das heutige Berufsbild der Komponistin. Welche Möglichkeiten gibt es heutzutage? Susanne Wosnitzka, Musikwissenschaftlerin und im Vorstand von musica femina münchen e. V., gibt einen Einblick in die Frauenmusikgeschichte und zeigt heutige Wege auf – Laura Konjetzky, preisgekrönte Komponistin, gibt einen Einblick in ihre Berufsfindung, in ihr Schaffen und Werk.


"WEIBSBILD IN HOSEN … BETRÜGERIN … VERFÜHRERIN!"
Donnerstag, 21. April 2016, 19 Uhr, Antonierhaus, Martin-Luther-Platz 1, 87700 Memmingen
Gastgeberin: Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V.

Ein Comte de Tanis kam auf abenteuerlichen Wegen von Frankreich über Köln nach München, flüchtete aus dem Nymphenburger Augustiner-Chorfrauenkloster und gelangte nach Augsburg, verdrehte dort zahlreichen Damen der Oberschicht den Kopf, heiratete 1761 eine Patrizierstochter, hatte parallel dazu Affären, darunter mit der Tochter eines bedeutenden Augsburger Barockmalers und der Oberin des Maria-Ward-Konvents. Ein Auftrag an den Grafen, brisante Briefe nach Rom zu bringen (die dort nie ankamen), rief einen Inquisitionsagenten auf den Plan. Zudem kam Giacomo Casanova in die Stadt und schwärzte das „merkwürdige Ehepaar“ an – der Graf war eine Frau! Da der Graf durch höchste Kreise geschützt wurde, gelang ihr mit Helfern des Augsburger Bischofs eine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis. Wer war sie, welchen Stand hatte sie, dass sie dermaßen beschützt wurde?
Anhand hunderter Liebesbriefe, Verhörprotokollen und Originaldokumenten rekonstruiert Susanne Wosnitzka diese atemberaubende Geschichte, die einen so noch nie dagewesenen Einblick in das süddeutsche geistliche, gutbürgerliche, künstlerische und vor allem lesbische Liebesleben des 18. Jahrhunderts bietet.


Mach was draus – lesbisch(es) Transgender-Leben als Teil der beruflichen Identität
Samstag, 11. Juni 2016, 14.30-16.30 Uhr, Südpunkt Nürnberg, Pillenreuther Str. 147, 90459 Nürnberg
Gastgeber: Queer Franken

Lesbisch glücklich – Outing nicht nur am Arbeitsplatz, sondern durch das, was man macht. In meinem Fall z.B. die Beschäftigung mit lesbischen Komponistinnen der Vergangenheit. Wie kann man sein Lesbischsein nutzen? Wie kann man Lesbischsein mit dem Beruf oder der Berufung so kombinieren, dass man beides leben kann? Bis Anfang 20 versteckte ich mein Lesbischsein im berühmt-berüchtigten "Schrank" und kam erst heraus, als ich vom Dorf in die Stadt zog, um zu studieren. Durch die Entdeckung, dass Frauen und Lesben eine Geschichte haben, war mein Ehrgeiz geweckt; Frauen kamen als inspirierende oder kreative Schöpferinnen im Studium so gut wie nicht vor. Warum eigentlich nicht? Plötzlich tat sich mir auf Nachfragen ein riesiger Kosmos auf: Feminismus, Emanzipation, Transgender – das war zunächst alles neu für mich und unbekannt. Heute kann ich als offen lesbisch lebende TG-Musikwissenschaftlerin gar nicht anders, als "unsere" Geschichte zu erforschen: wie ging es v.a. Frauen früher, wie lebten Lesben früher, warum sind wir heute politisch so weit, wie wir sind? Was gibt es noch zu tun? Wie kann ich dazu beitragen, dass es Menschen in 100 Jahren durch meinen Beitrag noch leichter haben, zu leben? Welche Möglichkeiten ergeben sich, durch freies Leben auch frei arbeiten zu können? Und vor allem so arbeiten zu können, dass es nicht als "Arbeit" empfunden wird? Mittlerweile begreife ich mich auch als Mensch, der eine Art Vorbildfunktion hat – vielleicht bringt das auch DICH voran...?

Workshop/Vortrag im Rahmen der Vernissage QueerArt – Queer Franken, Fliederlich e.V. SchwuLesbisches Zentrum Nürnberg und die Stadt Nürnberg (KUF) laden herzlich zur Vernissage der QueerArt Kunstausstellung ein. Die Veranstalter_innen präsentieren mit dem Ansatz einer Synthese zwischen Kunst und queerer LebensArt ein für die Region Mittelfranken einzigartiges Ereignis! Die Vernissage bietet die Gelegenheit, die Organisator_innen der Veranstaltung kennen zu lernen und u. a. die Künstler_innen zu treffen.


Ethel Smyth (1858-1944): Suffragette, Komponistin, Schriftstellerin, LesbeEthel Smyth, gezeichnet von John Singer Sargent, 1901 © allgemeinfrei (wiki commons)Ethel Smyth, gezeichnet von John Singer Sargent, 1901 © allgemeinfrei (wiki commons)
Sonntag, 12. Juni 2016, 12 Uhr, Hinter dem Brot 9, 89073 Ulm
Gastgeberin: Frauentreff Ulm e.V.

Ethel Smyth, Schöpferin des legendären The March of the Women, die – von Clara Schumann beeindruckt – in Leipzig Komposition studierte, von Johannes Brahms und Gustav Mahler als 'Schrulle' abgetan wurde. Einer ihrer großen Lieben, Pauline Trevelyan, widmete Ethel Smyth ihre spektakuläre Messe in D, zu der sie in München inspiriert wurde und große Unterstützung von Queen Victoria erhielt. Mit Emmeline Pankhurst, dem Flaggschiff der ersten Frauen(wahl)rechtsbewegung, demonstrierte Ethel Smyth um 1910 für die Rechte der Frauen, wurde eingesperrt und dirigierte selbst noch im Gefängnis ihren The March of the Women, der zur Hymne der britischen Frauenbewegung wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg und einer Odyssee durch Europa und Ägypten bemerkte Ethel Smyth erste Anzeichen einer späteren nahezu völligen Ertaubung. In England lernte sie Virginia Woolf zu einer Zeit kennen (und lieben), in der sich auch die berühmte Schriftstellerin Gedanken um die Emanzipation der Frau machte. Mit ihren Opern und Kammermusikwerken und als Autobiografin setzte Ethel Smyth mit ihren geistsprühenden Betrachtungen über die Gesellschaft Marksteine. Heute gilt sie als einzige Komponistin Englands, die – trotz Anfeindungen – in einer Zeit erfolgreich war, in der Frauen in 'Männerdomänen' so gut wie noch keine Lobby hatten. Dieser Vortrag ruft die Bedeutung der "Felsensprengerin, Brückenbauerin und Wegbereiterin" (Virginia Woolf an Ethel Smyth), die Entstehungsgeschichte des The March of the Women und die frühe Lesben- und Frauenbewegung ins Gedächtnis.

Besonders Highlight: wir singen den The March of the Women selbst!


Edit-a-thon in Ansbach – Auftakt zu einem Wikipedia-Marathon | Workshop (geschlossene Gesellschaft)
Donnerstag, 27. Oktober 2016, 18-21:30 Uhr, Ansbach

Eine Aktion der Gleichstellungsstelle der Stadt Ansbach, um die Wikipedia als auch die Ansbacher Stadtgeschichte mit Frauenpersönlichkeiten zu bereichern.


Die Löwinnen von Paris – Frauen in Hosen an vorderster Front | Vortrag

Dienstag, 1. November 2016, 17:00 Uhr, Café Regenbogen, Lindwurmstraße 71-73, 80337 München
Im Rahmen der 3. Lesbenkulturtage (Veranstalterin: LesKult)

Für diesen Vortrag öffne ich abermals meine Schatzkiste an Wissen mit absolut neuen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu Frauen in Hosen  darunter auch Lesben  aus der Zeit zwischen 1750 und 1850. Ich entblättere bislang unveröffentliches Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Menschen- und Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette. Darunter waren die "Löwinnen von Paris", die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren. Von Petitionen um 1830, die gegenderte Sprache forderten! Von großen Frauendemos in London bereits 100 Jahre vor der Suffragettenbewegung! Warum war es trotzdem bis weit in die Mitte des 19. Jahrhunderts möglich, ungeliebte Ehefrauen in England auf dem Markt zu verkaufen, und was hielt man in Deutschland davon?
Feministisch-lesbische Subkultur, die salonfähig wurde. Was hatte George Sand damit zu tun?

Einlass: 16.30 Uhr; Beginn: 17 Uhr
Eintritt: 7€, ermäßigt: 5€

mit DGS-Dolmetscherin bei Anmeldung bis 24. 10. 2016
unter www.leskult.de/anmelden

 

 

 

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