
Zu Wolfgang Amadé Mozarts diesjährigem 270. Geburtstag am 27. Januar wurde ich im Auftrag der Deutschen Mozart-Gesellschaft als deren wissenschaftliche Beirätin von Leo Schurbohm für das Capito-Kindermagazin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu Mozart als Wunderkind interviewt. Aber wie war das mit seiner Schwester Maria Anna? Und wie bedeutend war Mozarts Frau Constanze?
Nicht alle Antworten sind in die Veröffentlichung (u. a. Rheinische Post Ratingen, Thüringer Allgemeine, Augsburger Allgemeine) eingeflossen, daher habe ich sie hier in Gänze noch einmal beantwortet, bewusst in einfacher Sprache für Kinder gehalten.
Leo Schurbohm:
Mozart wird oft als Wunderkind bezeichnet – was bedeutet das überhaupt und wieso wird er so genannt? Ist er auch wirklich eins?
Susanne Wosnitzka:
Man kann das quasi so beschreiben: Ein Kind, das quasi – auf welche Art auch immer – eine Art Wunder vollbringt. Oder noch besser: Ein Kind, über das Erwachsene sich wundern, weil es etwas macht oder kann, das man Kindern sonst nicht zutraut oder weil manche Dinge in der Regel nur Erwachsene können, wenn sie entsprechend gelernt oder sich ausgebildet haben. Also mit großer Mühe über viele Jahre und unter ständigem Üben, damit sich zum Beispiel Musik dann so leicht und mühelos anhört. Oder Rechenaufgaben oder Zeichnungen. Wie genau das funktioniert oder warum so etwas nur bestimmte Menschen können, wissen wir nicht genau. Das sind dann besonders begabte Menschen. Darin steckt das Wort ‚Gabe‘ – das ist eine Art Geschenk. Mit der man dann andere Menschen beschenken kann.
