Daniel Fenner von Fenneberg – Augsburgs Anti-Anti-Revolutionär

Daniel Fenner von Fenneberg (1818–1863) war einst eine literarische als auch politische große Nummer in Augsburg. Eine beinahe zu große für die Stadt in der Zeit der 1848er/1849er Jahre. Allerdings eine Nummer, die heute nicht mehr bekannt ist und wovon dieser Artikel erstmals erzählt – durch Recherchen an historischen Tageszeitungen wieder ans Licht gekommen. Und dieses Licht scheint beispielhaft für die Entwicklung der Demokratie in Augsburg.

Die Geschichte der Geschichte

Olympe de Gouges, Pastell von Alexander Kucharski © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Olympe de Gouges, Pastell von Alexander Kucharski © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Gibt es für die Märzrevolution einen Startschuss? Ein Tag, der das zuvor schon gärende Fass zum Explodieren brachte? Im Vormärz vielleicht? Aber was war vor dem Vormärz? Auch diese Geschichte ist eine lange: Von den immer wieder unterdrückten Auflehnungen in Frankreich bis zum Ausbruch der Französischen Revolution 1789, das Aufsetzen von echten Menschenrechten durch Olympe de Gouges (1748–1793) aus der puren Notwendigkeit heraus, die immer wiederkehrenden Arbeiter:innen- und Frauenstreiks in den Fabriken Europas, das Organisieren im halb-öffentlichen Untergrund (zum Beispiel der sog. Löwinnen von Paris), die Forderung von gleichwertiger Behandlung marginalisierter Gruppen (zum Beispiel die Forderung tausender französischer Frauen mitsamt Petition für geschlechtergerechte Sprache 1837), der Wunsch und Drang nach Freiheit, der körperlichen wie geistigen Unabhängigkeit, einer Rekognition von Würde und Gestaltungsfreiheit – übrigens sehr wunderbar-packend und modern dargestellt von Historikerin Hedwig Richter[1].

Blutige Niederschlagung

Die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Es war ein langes Aufraffen, ein blutig geschlagenes Unterdrücken eines Versuchs der Freiheit und freien Meinungsäußerung. Vom Hambacher Fest 1832 über zunehmenden Hass auf den Polizeistaat, neuen Forderungen der Bürger:innen, das Frankfurter Vorparlament, Wahlen zur Nationalversammlung, den Träumen eines Friedrich Heckers (1811–1881), Robert Blums (1807–1848) oder einer Louise Otto-Peters (1819–1895), die Debatten in der Frankfurter Paulskirche, den brutalen Barrikadenkämpfen in nahezu jeder größeren Stadt in Europa, die selbst eine Komponistin wie Clara Schumann (1819–1896) nicht kalt ließen (die deswegen hochschwanger aus Leipzig fliehen musste) und in ihr stürmischstes Werk Vorwärts! (Text: Friedrich Wilhelm Dietz, 1833–1897) gipfelte. Ein weiterer Versuch der Massenpolitisierung, ein weiterer Versuch eines Aufbruchs in die Moderne[2]. Und eine weitere Unterdrückung zum Machterhalt der führenden Elite. So bezeichnete Heinrich von Gagern (1800–1880) Friedrich Hecker als einen „Fanatiker“. Hecker antwortete: „Wenn die Hingebung für die Befreiung eines großen Volkes Fanatismus ist, dann mögen Sie diese Handlungsweise also bezeichnen; dann gibt es aber auch einen Fanatismus auf der anderen Seite, dem Sie dienen.“[3] Und der als solcher offenbar gar nicht erkannt worden war.

Gut und Böse

Rathausplatz Augsburg 1846 © gemeinfrei
Rathausplatz Augsburg 1846 © gemeinfrei

An dieser Stelle möchte ich nicht weiter ausholen, aber mein Augenmerk auf Augsburg werfen. Wie wirkte sich diese Märzrevolution auf Augsburg aus? Auch dazu habe ich mehrere Augsburger Tageszeitungen auf politische Nachrichten untersucht. Die einen (protestantisch geführte Zeitungen) wagten etwas mehr an Menschlichkeit, Mitfühlen mit Minderheiten – besonders im Fall von Antisemitismus, der zuvor bei der Cholera-Epidemie 1832 offen zu Tage trat, als jüdische Menschen dafür verantwortlich gemacht wurden. Augsburg wurde damals nur ganz knapp verschont. Die anderen (katholisch geführte Zeitungen und Hetzblätter wie der Ahashverus) wurden öfter zensiert oder einzelne Ausgaben vom Markt genommen. Besonders aber das Augsburger Tagblatt hat eine sehr feinhumorige Sprache, wodurch auch gewagtere Aussprüche stehen blieben.

Die ‚Epidemie‘ der Freiheitsgedanken

Der Versuch, Freiheit zu erlangen, schien für Einige ebenfalls eine Art Epidemie zu sein. Die aktivsten Zentren der Märzrevolution waren Nördlingen, Augsburg und Kempten. Interessierte man sich im Allgäu für eine Republik nach amerikanischem Vorbild, so wurde schnell davon abgesehen, als königlich-bayerische Truppen ins Allgäu geschickt wurden.[4] Ein Teil der Männer, die in Augsburg an den Umtrieben beteiligt waren, wanderten meist erzwungener Maßen aus, ein anderer zog sich gebrochen zurück und ein Teil versuchte, unter geänderten Bedingungen die politischen Ziele der Freiheitsbewegung weiter zu verfolgen, die dann in den 1860er Jahren zu Vätern der sog. kleindeutschen Lösung wurden. Denn neun Männer hatte der Regierungsbezirk Schwaben für die Nationalversammlung in Frankfurt zu wählen:[5] Karl Kirchgeßner (1807–1858), Johann Baptist Haggenmüller (1792–1862), Thomas Mayer (1815–1870), Marquard Adolph Barth (1809–1885), Adolph Xaver Paur (1802–1871, der sich für die sog. Judenemancipation einsetzte), Georg Jacob Stockinger (1798–1869), Remigius Vogel (1792–nach 1861), Josef Weber (1799–nach 1848) und Hermann Freiherr von Rotenhan (1800–1858).[6]

Daniel Fenner von Fenneberg

Eine ganz besondere Rolle in Augsburg spielte Daniel Fenner von Fenneberg (1818–1863), die bislang offenbar so noch nicht bekannt ist, und der zu diesem Zeitpunkt Journalist und Redakteur der in Augsburg erschienenen Deutschen constitutionellen Zeitung (erschienen 1. Jan. 1848 bis 7. Oktober 1849). Er war den erhaltenen Augsburger Zeitungsmeldungen nach ein revolutionierender Nicht-Revolutionär. Was darf man sich darunter vorstellen? Ein Mann, der Veränderungen wollte, aber dem der krasse Aktionismus und diese Massenbegeisterung offenbar zu viel war – und ihm in Augsburg schließlich fast zum Verhängnis wurde.

Deutscher Sang und Klang

Dort hatte man sich den liberalen Forderungen aus München angeschlossen. Am 4. April 1848 wehte erstmals die deutsche Fahne in Schwarz-Rot-Gold vom Rathaus, eine bewegt-wogende Masse stand jubelnd vor Begeisterung auf dem Rathausplatz. Der große Augsburger Männerchor, die Liedertafel, sang in Vereinigung mit vielen weiteren Sängern und der Blaskapelle der k. Infanterie Ernst Moritz Arndts (1769–1860) zentrale Revolutionshymne, das Vaterlandslied (1812), das heute martialisch, militaristisch und brutal klingt:

Hutsache = Kopfsache

Hurrageschrei und das Hüteabnehmen gehörten obligatorisch dazu. Im Beisein hoher Herrschaften war es Sitte und Pflicht, sich zu verkleinern, das symbolisch durch das Abnehmen des Hutes ausgedrückt wurde.[7] Eine Unterwerfungsgeste. Diese galt offenbar auch für jede neue Herrschaft, auch wenn es um Gleichberechtigung ging. Jedenfalls wurden bei dieser feierlichen Angelegenheit die Hüte abgenommen. Nur einer behielt seinen Hut auf, wodurch „der Schluß der Feierlichkeit […] durch einen unangenehmen Zwischenfall gestört“ wurde:

Daniel Fenner von Fenneberg, der sich inmitten der Menge auf dem Rathausplatz befand  „[…] hatte sich, seine Gemahlin am Arm, dicht vor die Hauptwache gestellt, und bei den ausgebrachten Hoch’s die Cigarre im Mund und den Hut auf dem Kopf behalten. Ein H[er]r. Offizier nahm ihm hierauf den Hut ab [übergriffig!], und bedeutete ihm, daß, hätte er nicht eine Dame am Arm, ihm Unangenehmeres zustoßen würde. Herr Fenner v. Fenneberg entfernte sich auf mehrseitige Andeutungen noch nicht und so fanden sich mehrere Herren Offiziere veranlaßt, daß eine der jüngsten Nummern genannter Zeitung [der Deutschen constitutionellen Zeitung] einen das Militär [kritisierenden] Artikel enthielt. Endlich entfernte sich Hr. Fenner v. Fenneberg aber es war zu spät; das Volk hatte sich bereits bei der Sache betheiligt und verfolgte ihn bis an seine Wohnung. Hier sammelten sich mehr und mehr die Leute und verlangten stürmische Abbitte. Da erschien der Hr. Bürgermeister [Georg von] Forndran [1807–1866] am Fenster der bedrohten Wohnung und gab sein Wort, daß Hr. Fenner v. Fenneberg in wenig[en] Stunden die Stadt verlassen werde. Als der Ruf nach Abbitte nicht verstummte, erschien Hr. Fenner v. Fenneberg am Fenster und versicherte, in Zerstreuung und Gedankenlosigkeit den Hut aufbehalten zu haben, was seine Gesinnung in Bezug auf Deutschland sey, berief er sich auf sein Wirken als Literat. Da ertönte eine Stimme, welche Widerruf des mißliebigen Artikels […] verlangte. Hierauf erklärte Hr. Fenner v. Fenneberg, daß der Weg der Presse dagegen frei stehe. „Wir sind keine Federhelden!“ ward nun gerufen, Hr. Fenner v. Fenneberg zog sich zurück und Hr. Bürgermeister Forndran gab kund, der Bedrohte werde die Stadt verlassen und bat, die Leute möchten nun ruhig nach Hause gehen. Man zerstreute sich unter verschiedenen Rufen und Hoch’s. Nach zwei Uhr reiste Hr. Fenner v. Fenneberg unter polizeilicher Deckung von hier ab.“[8]

Lästigkeiten

„Mißliebige“ Personen wurden damals ausgewiesen. Das betraf nicht nur Menschen, die sich entsprechend politisch äußerten, sondern eigentlich alles, was irgendwie ‚anders‘ war und wobei Gefahr bestand, Unruhe oder Unordnung in die Stadt zu bringen. Das betraf auch ganz besonders Frauen, die unehelich geboren hatten, meist nach der dritten Schwangerschaft dieser Art.[9]

Der Vorfall auf dem Rathausplatz durch die Bedrohung von Daniel Fenner von Fennebergs durch die geballte Masse wurde nicht in Gänze gutgeheißen, denn man war zur Ansicht gekommen, dass jene Freiheit und Meinungsfreiheit, für die man kämpfte, dann doch auch für alle gelten sollte.

Nachdenken

Maximilianstraße Augsburg. I. Owen nach Robert Batty, ca. 1835 © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Maximilianstraße Augsburg. I. Owen nach Robert Batty, ca. 1835 © wikimedia.commons (gemeinfrei)

„Die Versammlung hat stattgefunden und war zahlreich von den achtbaren Bürgern und Einwohnern der Stadt besucht. Man einigte sich begeistert für Recht und Gesetzlichkeit dahin, eine Adresse [Petition] zu unterzeichnen, worin ausgesprochen wird, daß man die Ausbrüche roher Gewalt, wie sie letzten Dienstag vor dem Hause des Literaten Hrn. Fenner v. Fenneberg vorkamen, verabscheue und gegen ähnliche Vorkommnisse wie gegen Beeinträchtigung der freien Presse wie ein Mann sich erheben und die Ordnung und Ruhe der Stadt mit Energie aufrecht zu erhalten bestrebt sein wird.“[10]

Damit war diese Sache allerdings noch nicht vom Tisch:

„Die vorgestern [Donnerstag, 6. April 1848] stattgehabte Bürgerversammlung [= Auflauf vor Daniel Fenner von Fennebergs Wohnung] wurde durch Hrn. Volkhardt eröffnet und geleitet. Er erzählte nach brieflichen, verbürgten Mittheilungen die Vorfälle vom letzten Dienstag, worauf unser erster Hr. Bürgermeister Forndran die Sache in Bezug auf seine Amtsführung entwickelte, wobei ihm anhaltender Beifall gespendet wurde. Hr. Oßwald richtete an die Versammlung die Frage, ob man das Benehmen des Hrn. Volkhardt billige, welcher einige Tumultuanten der Polizei namhaft gemacht habe, damit gerichtliche Untersuchung eingeleitet werde. […] Hierauf wurde einstimmig mit Ja! geantwortet. Mehrere verlangten, man solle die Namen der Tumultuanten nennen, was abgelehnt wurde, da man dem Gericht nicht vorgreifen dürfe. Hr. Oßwald legte ferner Verwahrung gegen Ausweisungen von Landsleuten, das heißt von deutschen Männern, ein, so lange sich selbe keines Vergehens oder Verbrechens schuldig gemacht haben. Hierüber so wie über die von Hrn. Volkhardt entworfene Erklärung erhoben sich mehrere Besprechungen, worauf die Erklärung in folgender Fassung angenommen wurde: „In Folge einer öffentlichen Demonstration roher Gewalt, welche am Dienstag den 4. April d. Js. an dem Journalisten und Mitarbeiter an der deutschen constitutionellen Zeitung Hrn. Fenner v. Fenneberg verübt wurde, versammelten sich am 6. d. Mts. diese Unterzeichneten und erklären diese Demonstration als eine arge Verletzung jedes Rechtsbegriffs, welche nicht nur die Existenz der freien Presse augenfällig gefährdet, sondern auch in ihren Folgen der Anarchie Thür und Thor öffnet und jede Errungenschaft der neuen Zeit in ihrem segensvollen Wirken in Frage stellt. Indem die Unterzeichneten ihren Abscheu vor jeder Gewaltthat hiemit auf das feierlichste erklären, halten sie es für heilige Pflicht wie für die Erhaltung der öffentlichen Ruhe, so auch für die Sicherheit der freien Presse einzustehen wie Ein Mann, und werden ähnlichen Auftritten für die Zukunft mit Energie zu begegnen wissen. (Folgen beiläufig 400 Unterschriften.)“[11]

Rehabilitation

Daniel Fenner von Fenneberg konnte somit wieder in die Stadt zurückkehren. Am 16. April wurde eine Liste der Mitglieder des neu gegründeten Vereins zur Beförderung des Absatzes deutscher Arbeit veröffentlicht, darunter auch Fenneberg.[12] Die Revolution von 1848 führte zu einer Wirtschaftskrise, die den Absatz  der Augsburger Fabriken lähmte. Daher entließ man ausländische Facharbeiter:innen und legte für die Einheimischen Kurzarbeit fest. In dieser Zeit wurden aber auch die ersten Fabrikkrankenkassen eingerichtet. Diesem Verein zur Beförderung des Absatzes deutscher Arbeit schlossen sich Arbeiter:innenbildungsvereine an. Auch wurde in Augsburg in diesem Jahr für ein Wahlrecht der Arbeiter gekämpft, allerdings wurde diese neue Erstarkung auch als Bedrohung empfunden. So schrieb Regierungspräsident Georg Karl von Welden (1801–1857):

„Da diese Classe der Bevölkerung wenig denkt und überlegt, sondern nur gern hört, was ihr schnell und nachhaltig helfen könnte, so üben die bereits weit verbreiteten Lehren der Kommunisten einen großen Einfluß auf dieselbe. Dieser Umstand verbunden mit dem weitern, daß sie bei einer Staatsumwälzung nur wenig oder gar nichts zu verlieren hat, während ihr auf der andern Seite nie zu realisierende Zustände vorgespiegelt werden, machen sie […] gefährlich.“[13] Barrikadenkämpfe oder weitere ernste Zusammenstöße von Aufständischen und Obrigkeit werden bei Fassl/Sebald/Willi nicht genannt.

Weitere Agitation in Wien

Große Barrikade in der Jägerzeile 1848 © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Große Barrikade in der Jägerzeile 1848 © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Wie lange sich Daniel Fenner von Fenneberg nach dem Eklat um seine anscheinende anti-revolutionäre Gesinnung noch in Augsburg aufhielt, ist derzeit noch nicht bekannt. Jedenfalls befand er sich im Herbst 1848 in Wien und beteiligte sich am Wiener Oktoberaufstand ab 6. Oktober 1848 als Adjutant des Kommandanten der aufständischen Nationalgarde. In Augsburg wurde darüber berichtet und sein Mitwirken im dortigen Aufstand als Beleg für seine politische Rechtschaffenheit bezüglich auch der Augsburger Geschehnisse erachtet.[14] Die Stadt Augsburg war noch nicht ganz zur Ruhe gekommen, denn lakonisch teilte das Augsburger Tagblatt mit:

„Da jüngst einige Steine […] den gesetzlichen Boden verlassen haben, sollen nun am Theatergebäude zu ebener Erde Fensterläden angebracht werden“, und zwar auf Befehl des Magistrats.[15]

Von Daniel Fenner von Fenneberg traf inmitten dieser stürmischen Zeiten ein Brief in Augsburg ein, „worin er schreibt, daß er jetzt in Sicherheit sey. Er wurde verwundet, schwebte 10 Tage lang in steter Lebensgefahr, entkam aber verkleidet, glücklich seinen Feinden. Er widerspricht, daß in Wien nur Wenige erschossen worden seyen, da er selbst an einem Tage 15 Personen erschießen sah.
Gestern kam Fenner v. Fenneberg hier [in Augsburg] an; er soll durch Buchhändler gerettet worden seyn, die ihn in ein Ballot [Warenballen] verpackt hatten. Er begibt sich nun nach Frankfurt, um sich unter den Schutz der National=Versammlung zu stellen.“[16]

Anklage für Hochverrat

Friedrich Engels 1840, Zeichnung von Georg Wilhelm Feistkorn © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Friedrich Engels 1840, Zeichnung von Georg Wilhelm Feistkorn © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Ob er dort auch tatsächlich hingegangen ist, könnten erhaltene Frankfurter Tageszeitungen ggf. belegen. Seinem Wikipedia-Artikel nach beteiligte er sich auch an den Aufständen in der Pfalz im Mai und Juni 1849 (darunter auch Friedrich Engels als Teilnehmender), in denen 333 Revolutionäre verhaftet wurden, darunter auch unter der Nr. 173 der Anklage-Akte Daniel Fenner von Fenneberg. Im August 1849 wurde ihm durch ein österreichisches Gericht wegen Hochverrats sein Adelstitel aberkannt. Nach dem misslungenen Pfalz-Aufstand versuchte er sein Glück in der Schweiz, wo er sich auf eine freie Stelle als Italienisch-Lehrer an der Industrieschule beworben hatte: „Der Erziehungsrath hat ihn aber zur Concursprüfung nicht zugelassen, da er als deutscher Flüchtling den Dispositionen des Bundesrathes unterworfen sey.“[17]

Emanzipationsgedanken

Was machten die Augsburger Frauen in dieser Zeit, außer Scharpie zu zupfen und Verbandsmaterial zu rollen? Ein Teil davon sah ihre Zeit gekommen:

Aufruf zur Emanzipation Augsburger Frauen im Augsburger Tagblatt © gemeinfrei
Aufruf zur Emanzipation Augsburger Frauen im Augsburger Tagblatt © gemeinfrei

„Notiz für Augsburgs Frauenwelt. Deutsche Schwestern! Unsere politischen Zustände sind dermalen in ein Stadium getreten, wo auch wir nicht mehr gleichgiltig dagegen seyn und die ruhigen Zuschauer machen dürfen. Besonders haben uns in neuester Zeit die Vorgänge in München [Barrikadenkämpfe, Lola-Montez-Skandal] tief betrübt. – Wenn Männer weibisch werden, so müssen jetzt Weiber männisch werden. Was würde man von uns Frauen sagen, wenn wir unsern Charakter so verläugnen und ein gegebenes Wort brechen würden? – Deutsche Schwestern! – Unser Geschlecht kann stolz auf die stets männlichen Handlungen hochgestellter Frauen seyn; eine Kaiserin Theresia, eine Königin von England und andere mehr, geben hierüber das beste Zeugniß, darum wird man es uns nicht verargen, wenn wir über die Handlung eines Mannes, der sich in der neuesten Zeit gerühmt hat, nie einer unlautern Absicht, nie einer Unwahrheit sich bewußt zu seyn, hier unsere Mißachtung öffentlich aussprechen. Fanny W––r.“[18]

Ernüchterung

Wer diese forsche Fanny W––r war, konnte ich nicht herausfinden. Für andere Frauen klang eine derartige Beteiligung an politischen Vorgängen allerdings abstoßend, sodass rasch darauf eine Gegenrede im Augsburger Tagblatt erfolgte:

„Notiz für Fann W––r. Ihre Einsendung im Tagblatte […] ruft einige Worte als Entgegnung hervor die unsern deutschen Schwestern eine wahrere Richtung zeigen dürften, als sie Ihre Zeilen bezeichnen. Möchten deutsche Frauen sich jeder Politik und in jedem Stadium derselben enthalten, denn sie ist nicht für unser Geschlecht, daher wollen wir uns auch enthalten Urtheile über Männer politischer Partheiungen einer weitern Oeffentlichkeit zu geben, als dies ja ohne dies in geselligen Kaffeezirkeln geschehen wird, denn öffentliche Erklärungen, wie die Ihrige, finden nicht nur die gehoffte Billigung nicht, sondern rufen leider das Bedauern über so großentheils verfehlte Erziehung unseres Geschlechtes hervor. – Wollen wir daher unsern deutschen Schwestern lieber zurufen, daß es unsere heiligste Pflicht sey unsere größte Sorge auf tüchtige Ausbildung im Hauswesen zu richten, daß der Wohlstand der Familien mehr durch die thätige Wirkung gediegener Hausfrauen, als durch musikalisch oder für den Salon gebildeter Frauen gedeihe, dann werden wir uns den Dank deutscher Männer eher erwerben, als durch öffentliche Urtheile über männliche Charaktere in politischen Angelegenheiten. – Wollen wir stolz seyn auf eine Kaiserin Theresia und eine Königin von England, dabei aber nicht vergessen, daß sie die Vorsehung an die Spitze von Staaten gestellt und ihnen daher einen politischen Charakter verliehen hat, ganz anders aber ist es mit Frauen, deren Wirkungskreis nur ein Hauswesen umfaßt. – Wollen wir deutsche Schwestern unsern Stolz darin suchen, daß aus dem Munde deutscher Männer uns das Loblied ertöne, daß sie in jeder von uns eine tüchtige Hausfrau erworben, und dann werden wir auch dem Staate leisten, was uns die Schöpfung angewiesen. Eine deutsche Schwester.“[19]

Peng! Ob das gesessen hatte? Weitere Äußerungen sind in diesem Blatt nicht weiter veröffentlicht.

Rastlose Jahre

Um den 12. November 1849 herum wurde Daniel Fenner (wie er nun hieß) – zusammen mit weiteren Geflüchteten – aus der Schweiz ausgewiesen. In Europa sah er wohl keine Zukunft mehr für sich und seine Frau und schiffte sich nach Nord-Amerika ein. In New-York übernahm er die Leitung der Redaktion der deutsch-us-amerikanischen Monatsschrift Atlantis für Wissenschaft, Schule und Kunst.[20]

Und das war sein Glück, denn „das Assisengericht der Pfalz hat in dem großen Hochverrathsprozeß bis jetzt 204 Personen in contumaciam [in Abwesenheit] zum Tode verurtheilt. Die Verhandlungen sind bis auf wenige Fälle zu Ende geführt. Die Verurtheilten befinden sich alle außer Landes in Sicherheit. Unter den zum Tode Verurtheilten befindet sich auch der in Augsburg bekannte Literat Fenner v. Fenneberg.“[21]

Seine Erlebnisse in der Revolutionszeit schilderte er in den Büchern Geschichte der Wiener Oktobertage (1849) und Zur Geschichte der rheinpfälzischen Revolution und des badischen Aufstandes (1850).

Zerrüttung

Im Sommer des Jahres 1858 war der Geist Daniel Fenners so zerrüttet, dass er „als unheilbar Wahnsinniger in eine Irrenanstalt“ verbracht wurde. „Seine Gattin, eine geborne Gräfin Zichy, begibt sich dieser Tage mit ihren zwei Kindern nach Wien.“[22]

Dass er eine Frau und zwei Kinder hatte, wird in seinem Wikipedia-Artikel überhaupt nicht erwähnt. Doch wer kümmerte sich dann in den USA um ihn? Kehrte seine Frau dann wieder in die USA zurück, um sein weiteres Leben zu regeln? Oder blieb sie in Wien und bestellte einen rechtlichen Vormund in die USA? Ich habe versucht, etwas zu ihr und ihrem Leben herauszufinden, aber bislang vergeblich: So existiert in Bratislava ein Palais Zichy, das offenbar ein Zentrum dieser slowakischen Familie war. Eine Antónia Zichy (1816–1888) könnte von ihren Lebensdaten her ggf. eine Schwester gewesen sein. Diese war mit Lajos Batthyány (1807–1849, wurde als Rebell hingerichtet) verheiratet, taucht in seinem Wikipedia-Artikel aber nicht auf. Wikipedia und die ‚verschwundenen‘ Frauen. Ein Kapitel für sich. Eine Gräfin Zichy „aus Ungarn“ lässt sich um den 17. Februar 1849 im Hotel Stadt London (Alter Fleischmarkt 684) in Wien nachweisen.[23] Hier wäre eine intensive Recherche vonnöten, denn oftmals waren es die Ehefrauen, die den Laden ihrer Männer zusammenhielten, was auch bei Clara Schumann der Fall war. Diese verwalteten zudem oft die Nachlässe ihrer Ehemänner, sind als Wahrerinnen der Geschichte unerlässlich und daher in allen Publikationen stets angemessen zu berücksichtigen.

Fazit

Daniel Fenner von Fennebergs Erlebnisse in Augsburg erweitern nicht nur den Blick auf die Augsburger 1848er-Geschichte, sondern stehen exemplarisch für eine praktische Anwendung von Demokratie und Gleichwertigkeitsideen, bei denen sich die Stadt Augsburg an die eigene Nase fassen musste und auch gefasst hat. Wurden in den späten 1780er Jahren geflüchtete Pariser:innen/Französ:innen aus Furcht vor revolutionären Umtrieben noch an den Stadttoren abgewiesen, so wurde die Stadt Augsburg in diesem Fall ihrem Namen und Ruf als Friedensstadt trotz aller revolutionärer Ideen gerecht.

 

Einzelnachweise

[1] Hedwig Richter: Demokratie. Eine deutsche Affäre. Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. München 2020.
[2] Hedwig Richter: Aufbruch in die Moderne. Reform und Massenpolitiserung im Kaiserreich. Berlin 2021.
[3] Vgl. Peter Fassl/Eva Sebald/ Gerhard Willi: Die Revolution von 1848/49 in Bayerisch-Schwaben. Dokumentation der Wanderausstellung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben. Augsburg 1998.
[4] Vgl. ebda., S. 36.
[5] Vgl. ebda., S. 38f.
[6] Vgl. ebda., S. 37–46.
[7] Vgl. Caroline Felber: Der Hut – ein Statement, in: https://huete.ch/de/kopfbedeckungen/wissenswertes/der-hut-ein-statement.html (Stand: 20.06.2021).
[8] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 96, Mittwoch 5. April 1848, S. 417ff.
[9] Auch dazu sehr viele Meldungen im Augsburger Tagblatt vorhanden, besonders aus der Zeit NACH 1848. Auch wurden erst nach diesem Jahr wieder verstärkt Todesstrafen veranlasst, zum Entsetzen der Leute auch in der Friedensstadt Augsburg. Und es existierten mehr Hinrichtungsplätze als bislang gedacht. Dazu werde ich noch gesondert bloggen.
[10] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 98, Freitag 7. April 1848, S. 427f.
[11] Vgl. ebda., No. 99. Samstag 8. April 1848, S 431.
[12] Vgl. ebda., No. 107. Sonntag 16. April 1848, S. 470.
[13] Vgl. Dokument im Staatsarchiv Augsburg, Reg.-Nr. 6733, in: Peter Fassl/Eva Sebald/ Gerhard Willi: Die Revolution von 1848/49 in Bayerisch-Schwaben. Dokumentation der Wanderausstellung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben. Augsburg 1998, S. 71.
[14] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 284. Sonntag 15. Oktober 1848, S. 1382.
[15] Vgl. ebda., No. 322. Mittwoch 22. November 1848, S. 1567.
[16] Vgl. ebda.
[17] Vgl. ebda., No. 259. Freitag 21. September 1849, S. 1327.
[18] Vgl. ebda., No. 147. Dienstag 29. Mai 1849, S. 780.
[19] Vgl. ebda., No. 150. Samstag 2. Juni 1849, S. 796ff.
[20] Vgl. ebda., No. 12. Sonntag 12. Januar 1851, S. 60.
[21] Vgl. ebda., No. 314. Samstag 15. November 1851, S. 1827.
[22] Vgl. ebda., No. 242. Samstag 4. September 1858, S. 2881.
[23] Vgl. Wiener Fremden-Blatt. 17. Februar 1749, (o. S.).

Beitragsbild: Ansicht von Augsburg aus Augsburg wie es ist (1846), gemeinfrei

Politisches Credo in Hosen mit Löwinnen | #femaleheritage

„Wenn wir jedoch verstehen wollen, warum Frauen, selbst wenn ihnen nicht der Mund verboten wird, noch immer einen sehr hohen Preis zahlen, um Gehör zu finden – und wenn wir daran etwas ändern möchten –, dann müssen wir einsehen, dass das Ganze komplizierter ist und eine lange Geschichte dahintersteht.“ – Mary Beard, mit Weitsicht

Sie hat recht. Es. Ist. Kompliziert. Und es ist mit einer langen Geschichte dahinter. Auch noch unbekannter Geschichte, die ich in diesem Blogtext mit einer neuen Theorie für die #femaleheritage-Blogparade der Monacensia München erstmals vorstellen möchte. Was es nicht weniger kompliziert macht. Das Bekannte sind einzelne Leuchtpunkte der Frauenbewegungsgeschichte, die aber offenbar ein ganzes Lichtermeer hinter sich gehabt haben in Form einer noch unbekannten Pariser Frauenbewegung, die über klare Erkennungsmerkmale verfügte, einen Namen hatte und die meinen Überlegungen nach wegweisend für die deutsche Frauenbewegung ab 1848/49 gewesen war.

Neue Wege

Seit Jahren beschäftige ich mich im Rahmen meiner musikwissenschaftlichen Dissertation mit mehreren historischen Augsburger Tageszeitungen, die ich für die Jahre 1746 bis 1852 hauptsächlich auf Musikkulturnachrichten in Gänze abgegrast habe. Das ergab ein unglaublich dichtes Netz an großteils unbekannten Informationen nicht nur zum Musik- und Kulturleben, das Hand in Hand ging, sondern auch zu allem, was die Menschen bewegt hat. Angefangen von seltsamen Wettererscheinungen und Naturkatastrophen (lückenlos dokumentiert) und neuen Erfindungen (und bekannte, die teils noch weiter zurückdatiert werden können), über unbekannte Episoden und Einzelschicksale aus der Französischen Revolution bis hin zu politischen Begebenheiten, die die Welt aus den Fugen gebracht haben. „Politisches Credo in Hosen mit Löwinnen | #femaleheritage“ weiterlesen

Corona und Cholera – wortgleich wiederholte Geschichte

Wiederholt sich Geschichte nur dann nicht, wenn man aus ihr gelernt hat? Geschichte wiederholt sich manchmal sehr, und manchmal sogar als ziemlich exakte Kopie, auch im Wortlaut zu Corona und Cholera, mit rund 170 Jahren an Überlegungszeit dazwischen. Das ist mir in meinen Forschungen, zu denen ich mehrere Augsburger Tageszeitungen der Jahre 1746 bis 1850 in Gänze (!) auf Musik-, Kultur- und andere hochinteressante Meldungen[1] abgraste,  in dieser Deutlichkeit so nur im folgenden historischen Bericht begegnet, den ich gestern auf Twitter analysiert habe. Da dieser Tweet dort viral ging, stelle ich die ganze Geschichte hier noch einmal etwas weiter ausgebaut zur Verfügung:

„Corona existiert nicht, es ist eine künstliche, von der Politik geschaffene Krankheit!“ – 2020 zigfach auf sog. Corona-Demos gehört. „Die Cholera existirt nicht, es ist eine künstliche, politische Krankheit!“ – O-Ton 1849. Frappierende Ähnlichkeit? Es gibt weitere!

Verschwörungstheorie von Corona und der Cholera im Wortlaut, Augsburger Tagblatt 1849
Verschwörungstheorie von Corona und der Cholera im Wortlaut, Augsburger Tagblatt 1849

Augsburger Tagblatt, No. 234. Montag 27. August 1849, S. 1209: „Paris, 22. Aug. In Rochefort ist es am 14. August zu traurigen Scenen gekommen. Die Cholera trat dort so furchtbar auf, daß sie verhältnißmäßig die große Zahl von 21 Opfern täglich forderte, und fast nur aus der untern Volksclasse.“

Ein Volk in der Gosse
Augsburg um 1835. Stahlstich von F. Höfer © Wikimedia.Commons (gemeinfrei)
Augsburg um 1835. Stahlstich von F. Höfer © Wikimedia.Commons (gemeinfrei)

Weil die „untere Volksclasse“ regelrecht in der Kloake lebte. Über Jahre wurde zum Beispiel in Augsburg darum gebeten, pestilenzialisch stinkende Kanäle zu reinigen und abzudecken (besonders betroffen: der Hunoldsgraben hinter dem Rathaus), den Kot, der auf Haufen in den Straßen gesammelt wurde, regelmäßiger wegzufahren. Die Stadt reagierte kaum darauf. Augsburg war noch einigermaßen gut dran, da das „Corona und Cholera – wortgleich wiederholte Geschichte“ weiterlesen

Ohne Hefe kein Zwetschgendatschi – Datschipanik in Augsburg 1847

Augsburger Rathaus, Sitz des Magistrats, 1818 © Wikimedia.Commons (gemeinfrei)
Augsburger Rathaus, Sitz des Magistrats, 1818 © Wikimedia.Commons (gemeinfrei)

Die Stadt Augsburg und ihr Zwetschgendatschi: Myriaden an Artikeln[1] wurden bereits dazu verfasst, seit wann man diesen köstlichen Kuchen hier bereits kennt, woher das Rezept dafür sei oder wie dieser früher ausgesehen haben mag. Ein Thema, das dazu geführt hat, dass Augsburg auch ihren Zweitnamen Datschiburg irgendwann erhalten hat. Wie kam es dazu?

Es gab zwar bereits schon früh Haushaltungsschulen für Mädchen und junge Frauen in Augsburg; die Koch- und Backtraditionen scheinen darin aber eher vor allem mündlich weitergegeben und antrainiert worden zu sein, damit diese Künste dann im Familienalltag aus dem FF und dem Gedächtnis umgesetzt werden konnten, um auch Zeit zu sparen. „Ohne Hefe kein Zwetschgendatschi – Datschipanik in Augsburg 1847“ weiterlesen

In eigener Sache – kein Fußbreit

Zartes Pflänzchen Demokratie © Susanne Wosnitzka 2015
Zartes Pflänzchen Demokratie © Susanne Wosnitzka 2015

Seit dem 4. Dezember 2019 habe ich einen Eintrag im “Hetzportal” (Zitat Süddeutsche Zeitung, 28. Juli 2017) WikiMANNia, in dem ich fälschlicher und rufschädigender Weise als “männerhassende” Musikwissenschaftlerin bezeichnet werde, untermalt mit Fotos, für die ich niemals meine Genehmigung gegeben habe und deren Urheberrecht deutlich und unredlich missachtet wird.

Klarstellung: Ich setze mich selbstverständlich für Frauenrechte und Frauengeschichte ein. Frauenrechte sind Menschenrechte. Menschenrechte sind auch Frauenrechte. Ich fordere Parität in allen Belangen – Grundbedingung für ein demokratisches und freiheitliches Zusammenleben, auch und vor allem im Kulturbereich, weil: „In eigener Sache – kein Fußbreit“ weiterlesen