Clara Schumann hat null Bock | #femaleheritage

Clara Schumann 1857, fotografiert in München von Franz Hanfstaengl © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Clara Schumann hat null Bock. Sidekick: Unbekanntes zu Franz Liszt in Augsburg. Neues zur Konzertorganisation im 19. Jahrhundert in Augsburg und München

Maximilianstraße Augsburg. I. Owen nach Robert Batty, ca. 1835 © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Maximilianstraße Augsburg. I. Owen nach Robert Batty, ca. 1835 © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Blogtext gewidmet meiner Freundin Luise Kimm, Sängerin

Geht man ins Konzert, geht man in ein Konzerthaus, ins Theater oder in eine Kirche. Im 18. und 19. Jahrhundert ging man dazu in eine Gaststätte, in ein Hotel oder in eines der Zunfthäuser, die über einen großen Tanzsaal für Hochzeiten und andere Anlässe verfügten. Eigens als Konzertsaal angelegte Lokalitäten gab es erst relativ spät mit steigender (Massen)Nachfrage von Konzerten der Virtuosen-Superstars Niccolò Paganini (1782–1840) und Franz Liszt (1811–1886), der Schwestern Teresa (1827–1904) und Maria (1832–1848) Milanollo sowie ganzer Orchestertrupps wie dem von Johann Strauss sen. (1804–1849), die auf ihren Tourneen überall und von sehr vielen Menschen gehört werden wollten. Einer der ersten neugebauten richtigen Konzertsäle war das Münchner Odeon, erbaut 1826/28 von Leo von Klenze (1784–1864) für genau solche Zwecke.

Gaststätten im Zentrum
Apollo-Saal der Goldenen Traube. Postkarte um 1910 © Eigentum von Susanne Wosnitzka
Apollo-Saal der Goldenen Traube. Postkarte um 1910 © Eigentum von Susanne Wosnitzka

In Augsburg hingegen gab es so etwas bis Ende des 19. Jahrhunderts nicht. Dafür hatte man den großen Apollo-Saal der heute nur noch wenig bekannten Goldenen Traube, die im 18. und 19. Jahrhundert das Zentrum bürgerlicher Musikausübung war und Thema meiner sich in Arbeit befindenden Dissertation ist. Für diese durchforstete ich in den letzten Jahren mehrere Augsburger Tageszeitungen der Jahre 1746 bis (jetzt) 1852 auf Musik- und Kulturnachrichten – über 100 Jahre dichteste Lokal- und Weltgeschichte mit zahlreichen anderen hochinteressanten Funden anderer Sparten, mit denen sich zum Beispiel auch die Geschichte der Ballonfahrt neu schreiben ließe oder die europäische Frauenbewegungsgeschichte, zu der ich einen eigenen unbekannten französischen Strang entdeckt habe, der zum Inhalt eines anderen Histoblogs der #femaleheritage-Blogparade der Monacensia München wird. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei den Organisatorinnen für die persönliche Einladung, für diese Aktion mein Wissen in mehreren Blogtexten präsentieren zu können. Dieser hier ist der erste in der Reihe.

Bombastisch-fantastisch

Zurück nach Augsburg. Das damalige Drei Mohren (heute Maximilian’s) war (und ist) zwar das teuerste Haus in der Stadt, worüber sich schon Leopold Mozart (1719–1787) zu seiner Wunderkinder(!)tournee 1763 ärgerte; die Goldene Traube am damaligen Weinmarkt (heute Moritzplatz) aber war das größte und nächstbeste Haus in der Stadt mit drei Konzertsälen (Rotunda-Saal, kleiner Saal, Apollo-Saal), in der bei Großveranstaltungen zu Fasching oder eben Superstar-Konzerten unglaubliche aber wahre 2.200 Menschen passten – und 110 Pferde in den Stall.[1] Alleine in den Apollo-Saal passten meinen Forschungen nach um die 1.500 Menschen (zum Vergleich: ins alte Augsburger Stadttheater am Lauterlech passten ‚nur‘ ca. 1.000).

Weltstar in Augsburg
Franz Liszt, fotografiert in München von Franz Hanfstaengl 1858 © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Franz Liszt, fotografiert in München von Franz Hanfstaengl 1858 © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Franz Liszt spielte am 18. Oktober 1843[2] zum ersten Mal seit seiner Kindheit – erstes Konzert am 30. Oktober 1823 im privaten Fuggersaal (Übernachtung in der Goldenen Traube) – in Augsburg: In der Goldenen Traube mit den höchsten Eintrittspreisen in der Geschichte dieses Hauses: Zu zwei Gulden statt dem obligatorischen einen Gulden! Wurden im Apollo-Saal bei Konzerten immer erste (teure) und zweite (billigere) Plätze eingerichtet, so war historischen Zeitungsberichten nach bei Franz Liszts erstem Augsburger Konzert der gesamte Apollo-Saal dem ersten Platz vorbehalten, was zuvor so noch nie dagewesen war. Die zweite Klasse saß im dazu geöffneten Speisesaal nebenan – man dürfte den Virtuosen von dort aus nur gehört haben. Aber Hauptsache, man ist dabei gewesen bei dieser Großartigkeit im extra feenhaft ausgestatteten Saal!

Musiker mit Herz

Die eigentliche Sensation aber war eine bislang unbekannte von mir in den Augsburger Zeitungen wiedergefundene Begebenheit, die mir das Herz dahinschmelzen ließ: Am Tag vor Liszts Konzert in der Goldenen Traube wollte die durchreisende Pianistin Johannette (Johanna) Grieser[3] (1821–?) im Theater auftreten, fand aber wegen des Umstands, dass die Leute auf das verteuerte Liszt’sche Konzert sparten, kein Publikum, was für eine kaum bekannte Künstlerin eine finanzielle Katastrophe darstellte, da sie den Theatersaal für ihren Zweck anmieten musste und nun einen verheerenden Ausfall zu verbuchen hatte.

Franz Liszt spielte nicht nur einmal in Augsburg, sondern insgesamt drei Mal in dieser Zeit. Sein zweites Konzert fand am 1. November 1843 im Stadttheater statt. An diesem Abend spielte er nicht nur für das Augsburger Publikum, sondern für Johannette Grieser, von deren Geschichte er gehört hatte und der er offenbar seine Gage zukommen ließ, damit ihr finanzieller Verlust ausgeglichen war.[4] Was für eine großartige Geste!
Liszts letztes Konzert fand am 4. November 1843 statt, zum Besten für die Armen und Kranken der Stadt Augsburg.[5] Ob er während all dieser Tage durchgehend(er) in Augsburg weilte oder nicht, müsste noch eingehender und detaillierter erforscht werden, was mir Corona-bedingt derzeit nicht möglich ist. Durch die Inbetriebnahme des ersten Augsburger Bahnhofs war es ab 1840 aber möglich, relativ schnell und relativ bequem auch nach München und zurück zu kommen.

Christian Then als ‚Übersetzer‘

Franz Liszt spielte in den Augsburger Konzerten einen Flügel des Augsburger Instrumentenmachers Christian Then (1803–nach 1873)[6], der – nach Johann Andreas Stein (1728–1792) und dessen clavierbauender Tochter Nannette verh. Streicher (1769–1833, die Beethovens Clavierbauerin war) – der bedeutendste Augsburger Clavierbauer war. Then – und vor allem dessen Tochter Käthchen – wird später im Text noch eine wichtige Rolle spielen. Then war für Augsburg so bedeutend, dass er (neben anderen herausragenden Handwerkern wie zum Beispiel auch Silberschmied Schmedding) von der Stadt Augsburg mit seinen Werken zur Welt- und Industrieausstellung 1851 nach London geschickt wurde.[7] Seine Flügel-Neukreationen wurden im Lauf der Jahre immer wieder in Konzerten in Augsburg vorgestellt und in der Presse besprochen. Ob er seine Tochter Käthchen auch zum Clavierbau angeleitet hat wie das Johann Andreas Stein mit seiner Tochter Nannette getan hat?

Die Augsburger Konzerte Franz Liszts sind in dieser Detailliertheit bislang so nicht in der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Bislang ist auch relativ unbekannt, wie man solche großen Konzerte in dieser Zeit organisiert hat. Klar ist: Die Wirte stellten ihre Säle und ihren Service zur Verfügung und kassierten dafür Miete. Oft wurde für solche Konzerte auch zur Subskription eingeladen, also dass man sich für Eintrittskarten im Vorfeld etwas vergünstigt in Listen eintragen konnte, die in den Augsburger Musikalienhandlungen Böhm & Sohn und/oder Andreas Gitter auslagen. So wurde im Vorfeld ersichtlich, ob sich ein Konzert auch lohnen würde. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts luden sich auch die verschiedenen halböffentlichen Augsburger Kulturgesellschaften wie der Frohsinn oder die Erheiterung musikalische Gäste ein, die ihre Vereinslokale ebenfalls in den verschiedenen Gaststätten hatten, deren Auftritte wiederum in den Zeitungen angekündigt wurden.

Gegenseitige Rücksichtnahme

Hochinteressant ist, dass sich in all den von mir untersuchten Jahren so gut wie kein Konzert oder keine Veranstaltung mit einer anderen überschnitten hat! Auch bei den Karnevalsveranstaltungen, die gutes Geld einbrachten, wurde anfangs abgewechselt: Im einen Jahr fanden die Faschings-Bälle in der Goldenen Traube, im anderen Jahr im damaligen Drei Mohren statt. Allermeist war man sich keine Konkurrenz, sondern förderte und gönnte sich gegenseitig. Die Veranstaltungen wurden auch über Plakate und Anschlagzettel (Flyer) angekündigt. Doch wie kamen die Künstler:innen punktgenau auf die Bühnenbretter, vor allem die, die nur auf Durchreise waren und sich vor Ort nicht auskannten?

Clara Schumann 1857, fotografiert in München von Franz Hanfstaengl © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Clara Schumann 1857, fotografiert in München von Franz Hanfstaengl © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Das lässt sich am Beispiel von Clara Schumann erfahren. Von Kindesbeinen an wurde sie als eine der bedeutendsten Pianistinnen und Komponistinnen des 19. Jahrhunderts zur Konzertbühne hin gelenkt, und zwar von ihrem Vater Friedrich Wieck (1785–1873), dessen alleiniges Eigentum Clara wurde nach einem schmutzigen Scheidungskrieg mit Claras Mutter Mariane geb. Tromlitz (1797–1872). Frauen/Mütter hatten nach einer Scheidung (die sehr teuer und gesellschaftlich-sozial verheerend wirkte, vor allem auf die Frau) kein Recht auf ihre Kinder. Die damals fünfjährige Clara sprach im Schock durch die Trennung von ihrer Mutter für viele Wochen kein Wort.

Lebende Legende

Das weitere Leben Clara Schumanns ist Legende; es ist nahezu ausschließlich der Frauenmusikforschung zu verdanken, dass man seit den 1970er Jahren zu ihrem Leben und Werk anständig geforscht hat und heute so viel zu Clara Schumann bekannt ist. 2019 feierte man auf der ganzen Welt ihren 200. Geburtstag, was in Deutschland dazu führte, dass der Anteil von Werken von Komponistinnen in den Radio- und Konzertprogrammen auf durchschnittlich 4,5 % kletterte.[8] Ja, Sie haben richtig gelesen: Auf 4,5 % gestiegen. Das sagt sehr viel aus über die Wertschätzung von Musik im Allgemeinen bzw. wessen Wertschätzung damit nicht gemeint ist.

Ehem. Wohnhaus der Fam. Friedrich List, Vorderer Lech 19/19a © Susanne Wosnitzka
Ehem. Wohnhaus der Fam. Friedrich List, Vorderer Lech 19/19a © Susanne Wosnitzka

Aber wie war das jetzt mit Clara und Augsburg und München? Im Juli 1856 war Claras Ehemann Robert (geb. 1810) verstorben. Nun war sie ganz allein für ihre sieben gemeinsamen Kinder verantwortlich und musste weiterhin für ein Einkommen sorgen, womit sie nach ihrem Umzug von Düsseldorf nach Berlin zu kämpfen hatte, wie sie im Dezember 1857 an ihre Freundin Emilie List schrieb.[9] Emilie war eine Freundin aus Kindertagen und eine der Töchter des Nationalökonomen Friedrich List (1789–1846), der mit seiner Familie ab 1840 in Augsburg wohnte – am heutigen Vorderen Lech 19/19a am Holbeinplatz –, wo er auch sein bedeutendstes Werk, Das nationale System der politischen Ökonomie (1841), schrieb und an den heute eine Gedenkplakette dort erinnert. Nicht erinnert wird an seine Töchter Emilie und Elise, die für Clara Schumann eine bedeutende Rolle spielten. Diese lernten Clara in ihrer Jugendzeit in der gemeinsamen Stadt Leipzig kennen, woraus sich eine rund 60jährige Lebensfreundschaft entwickelte.[10]

Kleeblatt

Eugen Wendler erzählt: „Die drei Freundinnen verkörpern völlig unterschiedliche Frauentypen: die früh verwitwete Mutter einer kinderreichen Familie, deren wichtigster Lebensinhalt der Künstlerberuf war, in dem sie nicht nur als Pianistin und Komponistin außergewöhnliche künstlerische Glanzleistungen hervorbrachte, sondern auch als eigene Konzertagentin überragendes Organisationstalent entwickelte; dann die unverheiratete bürgerliche Haustochter, die sich für ihre Familienangehörigen aufopferte und schließlich die wohlhabende, ebenfalls früh verwitwete adelige Bürgerstochter, der es wegen unüberwindlicher psychischer Hemmungen [furchtbares Lampenfieber] versagt geblieben ist, den ersehnten Künstlerberuf als Sängerin auszuüben.“

Wie sehr Clara ihre Freundin Emilie ins Herz geschlossen hatte, zeigen die Anrede und Grußformel des ersten Briefes: „Liebe, beste, gute, schöne, prächtige, nachsichtige, trostzusprechende Meisterin“, und „Adio, my dear, dear good and pretty Emilie“ [bei der Clara Englischunterricht genommen hatte]; ebenso die Anrede und Grußformel eines Briefes vom 6. August 1835 „geliebte Emilie“ und „Ich bleibe Deine Dich innigliebende Freundin Clara Wieck.“[11]

In Ludwigs Schönheitengalerie
Elise List, gemalt von Joseph Karl Stieler © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Elise List, gemalt von Joseph Karl Stieler © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Auch Emilies Schwester Elise (1822–1893) war ein pretty hottie: Letztere war eine der schönsten jungen Frauen der Welt. Für König Ludwig I. von Bayern (1786–1868), der sie 1842 von Joseph Karl Stieler (1781–1858) für seine heute noch vorhandene sog. Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg malen ließ.[12] Elise lässt sich nun 1843 in der Goldenen Traube im jährlichen Wohltätigkeitskonzert (Organisator: Hofrat Dr. Franz Reisinger (1787–1855), Arzt und Musikliebhaber) als Sängerin, „welche mit ausgezeichneten Mitteln ausgestattet ist, namentlich eines ungewöhnlichen Stimmumfangs“ und „sehr schön gesungen“ [hat][13] mit einer Arie aus Lucia di Lammermoor nachweisen.

Atemlos Neues

Über Clara Schumanns Konzerte in Augsburg war mir bislang so gut wie nichts bekannt. Es wurde gemunkelt, sie habe in den Drei Mohren gespielt, aber wann genau und wo sie übernachtet hatte – nichts Genaues wusste man nicht. Bis jetzt. Bis ich vor ein paar Tagen bei der Suche nach etwas anderem darauf gestoßen bin: Bingo! Bereits im Dezember 1856 fragte sich Clara, wo sie nach dem Tod ihres Mannes überall auftreten könne, um Geld zu verdienen. Aus Düsseldorf schrieb sie daher kurzerhand etwas atemlos am 24. Dezember an Emilie List:

„Meine Mila, was hab ich diese Tage gekämpft, ob ich nach München gehe, ob nicht! nie war ich dort, und nun soll ich vielleicht mit spärlichen Soireen beginnen? obgleich ich die großen Säle gar nicht für Clavier liebe, so doch die Kleinen voll, und wie zweifelhaft ist das in München! Dazu kommt noch, daß ich kein Engagement habe, wo ich mich vor meinem Concerte einmal könnte hören lassen!
Nun, ich will’s riskieren, im Vertrauen auf die anderen Städte. Wahrscheinlich komme ich d. 12ten Jan: eher geht’s nicht, weil ich am 10ten in Hannover spiele. Willst Du nur die Güte haben schon sehr bald auf meine Ankunft in München und Augsburg aufmerksam machen zu lassen, und, wenn Du in Augsburg bist, mit Käthchen Then[14] (die Dich mit mir eingeladen bei Ihr zu wohnen, wenn ich hinkomme) sprechen, die gewiß Alles thut, was sie kann, um mir ein gutes Concert zu arrangiren. Ich weiß nicht, an welchen Musiker man sich dort wendet wegen des Arrangements? Auch möchtest Du Dich wohl deshalb in München erkundigen, wer alle die Besorgungen, Annoncen, Laufereien, Polizei ect: ect: übernimmt. Am besten ist es doch wohl Du sprichst mit Lachner[15] und Hauser[16]. Ich hätte zur ersten Soiree doch gern Begleitung um Roberts Quintett [op. 44] zu spielen. […] Grüße die Deinen herzlichst! bald umarmt Dich Deine Clara.“[17]

Clara lässt laufen
Augsburg um 1835. Stahlstich von F. Höfer © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Augsburg um 1835. Stahlstich von F. Höfer © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Aha! Clara kannte also die Augsburgerin Käthchen Then (1837–1905), von der wir bereits weiter oben gehört hatten. Diese wurde nämlich zu Anfang der 1850er Jahre Claras Klavierschülerin, die später in Donauwörth lebte und in Konzerten in Augsburg mit „staunenswerther Sicherheit brillante“[18] Werke für Klavier vortrug. Wo und wie diese von Clara en détail unterrichtet wurde bei diesen Distanzen und dieser Rastlosigkeit Claras, ist mir derzeit nicht bekannt.

„Annoncen, Laufereien, Polizei“ – jemand muss eine geeignete Aufführungsstätte vor Ort kennen und mieten können; dazu musste man wortwörtlich die Stadt ablaufen, denn jedes Konzert musste ‚hochobrigkeitlich‘ durch den Magistrat erlaubt werden, um Unsittliches von Vorneherein ausschließen zu können. Mit Polizei ist die amtliche Kontrolle gemeint, denn in einem anderen Brief an Emilie schrieb Clara[19], dass sie einen (abgelaufenen) Reisepass mitschicke, um ihre Person beglaubwürdigen zu können. Ohne Pass kein Zutritt zur damals noch durch eine lückenlose Mauer umrundeten Stadt. Zudem hatte sich jede Person anzumelden bzw. war jede:r Gastwirt:in (und auch Privatleute) verpflichtet, dem Magistrat Auskunft über seine Gäste zu erteilen. Das war vor allem zur Abwendung von Gefahren gedacht, auch im Seuchenfall (was damals durch vielerorts grassierende Cholera-Epidemien[20] sehr oft der Fall war):

„Vielleicht ließe sich in der Zeit zwischen dem 12–17, oder dem 19 eine Soiree in Augsburg veranstalten? dort brauche ich nichts als zwei Gesangsnummern, keine Instrumentalbegleitung, wenigstens nicht das erste mal. Wie ist der Billetpreis bei Euch? ich wünsche den höchsten natürlich, der in München gebräuchlich. Billete bringe ich selbst mit. [Empfehlungs]Briefe an den [königlichen] Hof bringe ich wohl nicht mit, da ich mich nie um Solche bemühe – ich halte das für unwichtig – die Hauptsache ist erst einmal, daß ich gut spiele, gefalle ich, so kommen die Herrschaften dann von selbst, und kommen sie nicht, so gräme ich mich auch nicht, denn ich mache mir gar nichts daraus solchen Leuten, die nichts verstehen, vorzuspielen, im Gegentheil, ich scheue es. […] So leb denn wohl – ich grüße Euch, vor Allem Dich herzlich. Deine Clara.“[21]

Geänderte Pläne

Im Januar 1857 wurde es nichts mit einem angedachten Konzert in Augsburg – zumindest findet sich kein Wort dazu in den Augsburger Zeitungen. Erst im Jahr darauf konnten die Pläne offenbar in die Tat umgesetzt werden. Am 11. November 1857 (ein Mittwoch) war es dann soweit; das vermutlich von Käthchen Then organisierte Konzert wurde in der Augsburger Postzeitung angekündigt[22]:

Mit Schreibfehler, denn eine Vorfahrin von John Wick ist Clara Schumann beileibe nicht (Scherz am Rande). Wortgleich wiederholt findet sich die Annonce auch einen Tag später. Damals war es normal, dass Künstler:innen nicht durchgängig einen Abend füllten, sondern sich stets eine Begleitung einfand, die zwischen den einzelnen Nummern des:der Künstler:in das Publikum bei Laune hielt, während sich der:die Künstler:in im Rückzug etwas erholen konnte. Das Augsburger Tagblatt brachte zwei Tage später eine begeisterte Kritik:

„Frau Clara Schumann spielte vorgestern im großen Saale der goldenen Traube vor einem zahlreichen Publikum, welches durch die hervorragenden Leistungen dieser Künstlerin zur lebhaftesten Begeisterung hingerissen wurde. Frau Schumann spielte auf einem Flügel von Hrn. [Christian] Then, und entlockte diesem Instrumente die süßesten Töne. Das Spiel der Frau Schumann ist ein begeisterter Gesang, dessen Glut aus jeder Note leuchtet, hell und klar. Ihre Noten perlen, ohne daß eine die andere beeinträchtigt. Zwischen den Pieçen der Frau Schumann erfreuten uns die Herren [Karl] Kammerlander, Niggl, Weber, Weinmaier und Hofstetter durch mehrstimmige Lieder, welche sehr beifällig aufgenommen wurden.“[23]

Die Spuren werden heißer

Erst für Liszt ein Then’scher Flügel, jetzt für Clara! Gewiss ist: Clara taucht in den regulären Zeitungsanzeigen zu den „ankommenden Reisenden und Herrschaften“, die das Augsburger Tagblatt manchmal seitenweise abdruckte, nicht auf. Dort wurden stets nur die Personen öffentlich gelistet, die in den Gaststätten übernachtet hatten. Wir erinnern uns an Obiges aus Claras Feder an Emilie List: „Willst Du nur die Güte haben schon sehr bald auf meine Ankunft in München und Augsburg aufmerksam machen zu lassen, und, wenn Du in Augsburg bist, mit Käthchen Then (die Dich mit mir eingeladen bei Ihr zu wohnen, wenn ich hinkomme) sprechen?“

Frauentor Augsburg, vom Dom aus 1881 fotografiert © wikimedia.commons (gemeinfrei)
Frauentor Augsburg, vom Dom aus 1881 fotografiert © wikimedia.commons (gemeinfrei)

Somit ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Clara tatsächlich auch bei Käthchen Then übernachtet hatte. Als eine unverheiratete Frau dürfte Käthchen Then sittlichkeitshalber bei ihren Eltern gelebt haben. Ihr Vater lebte und arbeitete noch 1859 in der Frauentorstraße Litera C 57a (altes Hausnummernsystem).[24] Haus und Werkstatt lagen damals laut historischem Stadtplan[25] unmittelbar am Frauentor, noch innerhalb der ganz alten Befestigung (zu der das Frauentor zählte) – die heutige Frauentorstraße Nr. 8/Ecke Mittleres Pfaffengässchen! Das originale Haus, in dem Clara Schumann höchstvermutlich nächtigte, besteht nicht mehr. Das an dessen Stelle stehende Gebäude wurde 1886 neu erbaut. Nichtsdestotrotz kann dieser Ort in einen noch fehlenden offiziellen Rundgang zur Augsburger Frauengeschichte perfekt eingebunden werden – in Augsburg gibt es auch noch keine Clara-Schumann-Straße.

Im rastlosen Stress

Nur drei Tage nach ihrem Konzert in der Goldenen Traube spielte Clara am 14. November 1857 in München im großen Saal des Odeons, worüber Renate Hofmann diesen Brief von Clara an ihren Halbbruder Woldemar Bargiel (1828–1897) zitiert:

„Es ist mir überall vortrefflich gegangen, d. h. ich habe mit dem größten Beifall gespielt, Geld jedoch noch nicht viel verdient… Ich habe gestern im Odeon Concert gegeben es war sehr besucht, heute höre ich aber, daß, trotzdem die Kosten dennoch sich auf 20 Louisdor belaufen. München ist übrigens in musikalischer Hinsicht noch sehr in der Kindheit – daß ein Künstler hier mehr als ein Concert gibt, scheint fast zu den Unmöglichkeiten zu gehören. Trotzdem ich wahrhaft enthusiastischen Beifall hatte gestern, so wird heute doch großer Rath gehalten, ob wohl noch Eines zu riskiren sei! – Ich bleibe jedoch jedenfalls diese Woche noch hier…auch meinen Freundinnen zulieb, die Alles mir an den Augen absehen.“[26]

Clara Schumann schrieb im Oktober 1857 von Berlin aus noch sehr zerknirscht, dass sie mit ihrer Zugehfrau/Assistentin (Nettchen Junge) reisen müsse, „daher also auch nicht bei Euch wohnen kann, was mir sehr leid thut“, und fragt weiter, ob ihr die Freundinnen nicht ein Chambre garni mit zwei Zimmern suchen könnten.[27] Laut Renate Hofmann scheint es aber dann doch noch mit Übernachtungen bei den Freundinnen geklappt zu haben und dass Clara während ihres Aufenthaltes in München „abwechselnd bei ihren Freundinnen Elise von Pacher geb. List, Fürstenstraße 12, Parterre, und Emilie List, Amalienstraße 89“ wohnte, die dorthin umgezogen waren.[28]

Wiederkehrendes Unwohlsein

Man kann sich die Freude von Claras Freundinnen gut vorstellen, die ihr wohl eine möglichst stressfreie Zeit ermöglichen wollten. Ob dies gelungen ist? Und wie haben sich die Freundinnen untereinander ausgetauscht – und worüber – in der Kürze der gemeinsamen Zeit?

Ein weiteres Augsburger Konzert Clara Schumanns wird für Samstag, den 21. November 1857 in einer der Zeitungen angekündigt. Darin sollte sie eine Soirée Musicale im sog. pompeijanischen Saal des Drei Mohren spielen, auch „unter gefälliger Mitwirkung des Fräulein Käthchen Then“, die nämlich den Augsburger Zeitungen nach hervorragende Pianistin war und mehrere Solo-Konzerte in dieser Zeit in der Stadt gab. Daraus wurde allerdings wegen „Unwohlsein“ Claras nichts.[29] Woraus dieses Unwohlsein bestand, wurde nicht weiter erwähnt; vermutlich brach ihr rheumatisches Leiden wieder aus, das ihren linken Arm befallen hatte und was nur mit Opiumgaben gelindert werden konnte.[30] Die Augsburger Postzeitung gab über den Ausfall Bescheid, kündigte das Konzert zu einem Nachholtermin an und verwies auf eine dazwischen liegende Konzertreise Claras in die Schweiz[31], wo sie sieben Konzerte in Bern, Zürich, Basel und Winterthur gab.[32]

Eine Erstaufführung und Polizei-Ärger

Am 25. Dezember 1857 spielte Clara – als wäre nichts gewesen – in einem Abonnement-Konzert das Klavierkonzert a-Moll op. 54 ihres verstorbenen Mannes Robert als Münchner Erstaufführung[33], und am 30. Dezember 1857 gab Clara Schumann ein zweites Konzert in Augsburg, abermals in der Goldenen Traube.[34] Offenbar hatte sich jemand in Augsburg darüber mokiert, dass dieses Konzert amtlich nicht vermeldet worden sei (was für polizeilichen Ärger sorgte), denn das Tagblatt brachte
kurze Zeit später eine Auflistung und Richtigstellung[35], wo genau das Konzert zuvor amtlich angekündigt worden war, nämlich im Tagblatt, in der Augsburger Abendzeitung, in der Augsburger Allgemeinen Zeitung und im Augsburger Anzeigblatt – ob dies bei Clara, Elise und Emilie an den ohnehin schon geschundenen Nerven genagt hat? Jedenfalls haben vermutlich die zugereisten Münchnerinnen Elise und Emilie List das zwischen den Augsburger Konzerten in München abgehaltene Konzert organisiert, aber Clara hatte dann auf weitere Konzerte in München ‚null Bock‘, denn diese weilte derweil schon wieder rastlos in Leipzig und schrieb von dort am 2. Januar 1858 an Emilie:

„Fürest, meine liebe Emilie, alles Glück zum neuen Jahre, möge es ein glückliches für Euch werden. Daß wir uns nun so bald sehen, freut mich innig, obgleich, ich lieber ohne Concert zu Dir käme, denn, wahrhaftig, in München zu spielen habe ich gar keine Lust!“[36]

Geplatztes Wiedersehen

Möglicherweise nimmt Clara mit dem So-bald-Sehen Bezug auf ein für den 14. Januar 1858 in Augsburg angedachtes weiteres Konzert „der ersten jetzt lebenden Meisterin des Clavierspiels“, das zwar von der Augsburger Allgemeine Zeitung zwei Mal angekündigt wurde, am betreffenden Tag und auch als Rezension aber nicht erscheint.[37]

Jedenfalls reiste Clara nach Leipzig und konzertierte den Zeitungen nach auf Durchreise noch in Nürnberg, immer rastlos und in Geldsorgen. Ob sie ihre eigenen Konzerte auch genießen konnte? Hat sich ihr Spiel durch dieses immense Programmpensum irgendwann ‚vermechanisiert‘? Wie hat sie all das nur immer wieder geschafft?

Vieles gäbe es an dieser Stelle noch zu erzählen, was aber den Rahmen eines Blogbeitrags definitiv sprengen würde. Ich habe mich hier schon so kurz wie möglich mit so viel wie dringend nötig gehalten. Situationsbedingt konnte ich nicht vertiefend daran forschen – wie Clara muss ich hie und da arbeiten, derzeit hauptsächlich im Versand einer Manufaktur, wofür ich sehr dankbar bin. Solche Blogbeiträge sind mir in dieser Zeit wahre Seelenschmeichler, da sie meiner Berufung als nächstes kommen: Wieder-glänzend-Macherin verborgener Geschichte(n), für die man einen gewissen ‚Riecher‘ braucht.

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Weitere für die Monacensia und #femaleheritage angedachte Blogbeiträge sind:

♣ Ethel Smyth in ihrer Münchner Zeit. Wie sich eine britische Suffragette nicht nur in die Stadt verliebte, sondern im Theater auch in eine Frau
♣ Vilma von Webenau, Arnold Schönbergs allererste (Privat)Studentin, in ihrer Münchner Zeit und deren mögliche Mittlerinnenrolle hin zur Kunstgesellschaft Blauer Reiter
♣ Ein haarsträubendster Mordfall, den ich für 1850 herum in München finden konnte: Frau tötet Frau, aber auf so dermaßen brutale Weise… Oder auch etwas zum geheimnisvollen Zopfabschneider, der in Augsburg und München Frauen belästigte, ähnlich dem sog. Mädchenschneider von Augsburg
♣ Und/oder zu der einen unbekannten Frau, die es um 1850 gewagt hat, am Odeonsplatz in Hosen aufzukreuzen, verbunden mit der Geschichte einer anderen bislang unbekannten hosentragenden Frau derselben Zeit, die ein politisches Manifest und mehrere politische Gedichte hinterlassen hat

Die Ideen und Geschichten gehen nicht aus…

 

Einzelnachweise

[1] Belegt durch div. historische Werbekarten, Advokaten-Niederschriften und Veranstaltungsrezensionen. Zur Beachtung generell: Corona- und situationsbedingt ist es mir derzeit nicht möglich, weiter in den Bibliotheken zu forschen. Für diese Blogbeiträge verwende ich das, worauf ich konkret daheim als auch online direkten Zugriff habe.

[2] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 286. Mittwoch 18. Oktober 1843, S. 1229.

[3] Vgl. ebda., No. 281. Freitag 13. Oktober 1843, S. 1209.

[4] Vgl. ebda., No. 294. Donnerstag 26. Oktober 1843, S. 1261.

[5] Vgl. ebda., No. 303. Samstag 4. November 1843, S. 1301.

[6] Vgl. ebda., No. 289. Samstag 21. Oktober 1843, S. 1241.

[7] Vgl. ebda., No. 100. Donnerstag 10. April 1851, S. 517.

[8] Meine eigenen Stichproben, indem ich aus rund 130 Profi-Orchestern in Deutschland mehrere davon auf Diversität/Komponistinnen überprüfte, ebenso (große) klassische Radio-Sender. Vgl. auch meine Feststellungen zum Jahr 2018, http://www.musica-femina-muenchen.de/wp-content/uploads/2015/11/FESTREDE-MFM-2018-Endversion.pdf (Stand: 06.11.2020).

[9] Vgl. Brief Nr. 85, 20. Dezember 1857, in: Eugen Wendler (Hg.): „Das Band der ewigen Liebe“. Clara Schumann: Briefwechsel mit Emilie und Elise List. Stuttgart–Weimar (Metzler) 1996, S. 206.

[10] Vgl. ebda., S. VII.

[11] Vgl. ebda., S. 2f.

[12] Vgl. https://www.hdbg.eu/koenigreich/index.php/objekte/index/id/889 (Stand: 07.11.2020).

[13] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 342. Mittwoch 13. Dezember 1843, S. 1463.

[14] Viktoria Katharina (Käthchen) Then (1837–1905), Schülerin Claras in Augsburg, Tochter des Augsburger Clavierfabrikanten Christian Then (1803–1877) aus dessen 1836 geschlossener Ehe mit Theresia Baur. Kam Anfang der 1850er Jahre als Schülerin zu Clara Schumann. 1858 heiratete sie den Bezirksgerichtsrat Ernst Justus Bezold (1822–1885), mit dem sie in Donauwörth lebte. Ihr Sohn Carl Bezold (1859–1922) wurde als Assyriologe bekannt. Vgl. https://sbd.schumann-portal.de/Person.html?ID=2079 (Stand: 04.11.2020). Von ihr existiert auch eine Visitfotografie im Robert-Schumann-Haus Zwickau: Inv.-Nr. 10401-B2v, vgl. https://www.schumann-zwickau.de/media/archiv-sonderausstellungen/2019_Clara_Schumann_und_ihre_Schueler.pdf (Stand: 04.11.2020).

[15] Franz Lachner (1803–1890), Hofkapellmeister und Generalmusikdirektor in München in dieser Zeit, dessen Oper Catarina Cornaro (1841) auch in Augsburg im Stadttheater zur vielfachen Aufführung kam und der dort zeitweise auch dirigierte.

[16] Franz Hauser (1794–1870), Sänger, Gesangslehrer und Musikschriftsteller. Er war u. a. von 1846 bis 1864 Direktor des Münchner Konservatoriums.

[17] Vgl. Brief Nr. 77: Clara Schumann an Emilie List, Düsseldorf, 24. Dezember 1858, abgedruckt in: Eugen Wendler 1996, S. 198.

[18] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 70. Dienstag 11. März 1851, S. 353.

[19] Brief Nr. 78: Clara Schumann an Emilie List, Leipzig, 2. Januar 1858, abgedruckt in: Eugen Wendler 1996, S. 199.

[20] 1832 konnte diese Seuche in Augsburg abgewehrt werden, was auch an der Lage und dem besonders exponierten Bezug des Trinkwassers lag. Vgl. Susanne Wosnitzka: Die Cholera 1832 in Augsburg – nur ein ‚Gespenst‘? (veröfftl. 10. August 2020), in: https://susanne-wosnitzka.de/die-cholera-1832-in-augsburg-nur-ein-gespenst (Stand: 07.11.2020).

[21] Vgl. Brief Nr. 78: Clara Schumann an Emilie List, Leipzig, 2. Januar 1858, abgedruckt in: Eugen Wendler 1996, S. 199.

[22] Augsburger Postzeitung, No. 305, Montag, den 9. November 1857, S. 1220.

[23] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 312. Freitag 13. November 1857, S. 2498. Die genannten Künstler waren Mitglieder u. a. des Ensembles des Augsburger Stadttheaters.

[24] Vgl. Adreßbuch der Königlichen Kreishauptstadt Augsburg. Augsburg (Verlag B. Schmid’sche Buchhandlung 1858, S. 106.

[25] 1868, Plan der kgl. Kreishauptstadt Augsburg, Geodatenamt, mit Dank zur freundlichen Überlassung einer Kopie.

[26] Vgl. Eugen Wendler 1996, S. 6.

[27] Vgl. Brief Nr. 83: Clara Schumann an Emilie List, Berlin, 7. Oktober 1857, abgedruckt in: ebda., S. 204.

[28] Vgl. Renate Hofmann (Hg.): Das Berliner Blumentagebuch der Clara Schumann 1857–1859. Wiesbaden (Breitkopf & Härtel) 2019, S. 18. Digitalisiert unter https://issuu.com/breitkopf/docs/bv_285_issuu (Stand: 07.11.2020).

[29] Vgl. Augsburger Postzeitung, No. 317, Sonnabend, den 21. November 1857, S. 1268, und ebda., No. 329, Donnerstag, den 3. December 1857, S. 1316.

[30] Vgl. Brief Nr. 88: Clara Schumann an Emilie List (Diktatbrief wegen rheumatischer Beschwerden: Schreiberin = Nettchen Junge), abgedruckt in: Eugen Wendler 1996, S. 210.

[31] Vgl. Augsburger Postzeitung, No. 329, Donnerstag, den 3. December 1857, S. 1316.

[32] Vgl. https://www.schumann-portal.de/Basel_1857-1887.html (Stand: 07.11.2020).

[33] Vgl. Renate Hofmann 2019, S. 13.

[34] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 358. Mittwoch 30. Dezember 1857, S. 2910. Wiederum mit Käthchen Then als Mitwirkende, und Augsburger Postzeitung, No. 353, Mittwoch, den 30. December 1857, S. 1412.

[35] Vgl. Augsburger Tagblatt, No. 3. Sonntag 3. Januar 1858, S. 18.

[36] Vgl. Brief Nr. 78: Clara Schumann an Emilie List, Leipzig, 2. Januar 1858, abgedruckt in: Eugen Wendler 1996, S. 199.

[37] Vgl. Augsburger Allgemeine Zeitung, Nr. 7. Mittwoch, 7. Januar 1857, S. 104, und ebda., Nr. 11. Sonntag 11. Januar 1857. Beilage, S. 171.

5 Gedanken zu „Clara Schumann hat null Bock | #femaleheritage“

  1. Liebe Susanne,

    was für ein kurzweiliger Parforceritt zu Clara Schumann und ihren Spuren in Augsburg. Du webst ein feinsinniges Netz unterschiedlicher Bezüge zu Clara Schuhmann in der Musik, der Freundschaften und Verbindungen. Tatsächlich schreibst du sie auch zurück in die Stadt Augsburg. Es wäre sehr wünschenswert, sie erhielte hier eine sichtbare Spur.

    Wir freuen uns sehr auf deine weiteren Beiträge zu #femaleheritage – die Neugier darauf hast du definitiv geweckt, ebenso wie die Lust, sich mehr mit Frauen, Musik und Geschichte zu befassen.

    Vielen herzlichen Dank, dass du unserer Einladung gefolgt bist.

    Herbstliche Grüße
    Tanja Praske, Digitale Vermittlung, Monacensia

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