Forschungseinblicke – Dorothea Pichelt

Viktoria Saws (1899-1979) als Soldat © Wikimedia.Commons (allgemeifrei)
Viktoria Saws (1899-1979) als Soldat © Wikimedia.Commons (allgemeifrei)

Veröffentlicht am 9. Mai 2018

In Magdeburg lebte einst eine junge Frau – Dorothea Pichelt (Dorothea Geiger) –, die unerkannt als “Theodor Pichelt” als Dragoner um 1813/14 in einem Regiment diente. Bis vor Kurzem nahm man noch an, dass sie um 1850 verstarb. Im Bild zu sehen Viktoria Savs, die hier als “Symbolbild” dienen soll, da auch sie unter männlichem Pseudonym in der Armee kämpfte.

Frauen als Soldaten

“Als 15jähriges Mädchen sah sie [Dorothea Pichelt] am 1. Juni 1805 König Friedrich Wilhelm II. und seine Gemahlin Königin Luise beim Aufenthalt in den “Drei Linden”. Diese Begegnung entflammte eine große Verehrung für das Paar. Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 kamen zahlreiche preußische Soldaten beim Rückzug auch durch Nordhausen. Dorothea nahm lebhaften Anteil und soll „Forschungseinblicke – Dorothea Pichelt“ weiterlesen

Collegium Musicum Memmingen 1655-1786

Memmingen © Thomas Mirtsch, Wikimedia.Commons (allgemeinfrei)
Memmingen © Thomas Mirtsch, Wikimedia.Commons (allgemeinfrei)

“Eine der bedeutendsten Quellen zu den Collegia Musica im 18. Jahrhundert [musikalischer ‘Club’, meist der Patrizierschicht] hat sich im Stadtarchiv Memmingen erhalten. Die erhaltenen Bände dokumentieren diese musikalischen Zusammenkünfte in oft so anschaulicher und detaillierter Weise, dass wir uns ein sehr gutes Bild von der damaligen Bedeutung des Collegium, seiner Zusammensetzung, der aufgeführten Musik sowie deren zeitgenössischer Beurteilung machen können. In Vergleichen zu anderen Collegia Musica besteht die Möglichkeit, diese Institution im Zusammenhang der bürgerlichen und höfischen sowie auch zur kirchlichen bzw. klösterlichen Musikkultur im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert zu betrachten.” (Aus dem Vorwort zu Stadtarchiv Memmingen (Hg.): Das Collegium Musicum der Reichsstadt Memmingen. Edition der Protokolle 1775-1821. Übertragen von Nadine Sach, bearbeitet und eingeführt von Johannes Hoyer. Memmingen 2009.)

Gesellschaftliche Treffpunkte

Getroffen hat man sich in den Gaststuben der Zeit, wo „Collegium Musicum Memmingen 1655-1786“ weiterlesen

Revolutionen und ihre (tatsächlichen?) Opfer

Vicomte de Chateaubriand (1768-1748), Zeitzeuge der Frz. Revolution. Gemälde von Anne-Louis Girodet-Trioson. © Wikimedia.Commons (allgemeinfrei)
Vicomte de Chateaubriand (1768-1748), Zeitzeuge der Frz. Revolution. Gemälde von Anne-Louis Girodet-Trioson. © Wikimedia.Commons (allgemeinfrei)

Am 5. September 1793 wurde in Frankreich und v. a. in Paris die Einführung von Terror- und Gewaltmaßnahmen zur Unterdrückung von kontrarevolutionären Aktivitäten beschlossen. Die Unterdrücker hatten somit freies Spiel und konnten ihrer Gewalt freien Lauf lassen. Die Forschung spricht von mind. ca. 16.500 vollstreckten Todesurteilen, die Zahl der in den Gefängnissen gestorbenen Menschen oder derer, die ohne Prozess getötet wurde, belaufe sich auf ca. 40.000. Aus der schnellen Wiki-Recherche geht nicht hervor, wie viele Frauen und wie viele Männer getötet wurden, da in der Wikipedia[1] ausschließlich das gen. Maskulinum verwendet wird. Es wäre auch interessant, ob in der angegebenen Literatur speziell auf Frauen und Männer eingegangen bzw. auf die Geschlechterverhältnisse eingegangen worden ist.

Revolutionen – auch auf dem Papier

Heute habe ich in einer historischen Zeitung etwas entdeckt, das – sollten die Daten glaubhaft sein – sehr dazu beitragen kann, wie viele Frauen, Männer und auch Kinder tatsächlich ermordet worden waren: „Revolutionen und ihre (tatsächlichen?) Opfer“ weiterlesen