“Komponistinnen” | Film und Orchesterkonzert in München

Filmplakat. Mit freundlicher Genehmigung © tvbmedia productions
Filmplakat. Mit freundlicher Genehmigung © tvbmedia productions

Am Sonntag, 24. November 2019, um 12 Uhr, rollt in der Black Box im Gasteig das Rainbow Sound Orchestra Munich (RSO-M) unter der Leitung des musica-femina-münchen-Mitglieds Mary Ellen Kitchens der mehrfach preisgekrönten Dokumentation KOMPONISTINNEN den roten Teppich aus, die am Nachmittag gleich nebenan im Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz läuft. In der von musica femina münchen veranstalteten Kombination aus Mittagskonzert und Kinovorstellung bringen die Künstler*innen zwei der vier im Film vorkommenden Komponistinnen zum Klingen, die Kyra Steckeweh und Tim van Beveren in ihrer vielbeachteten und preisgekrönten filmischen Spurensuche porträtierten.

Komponistinnen hatten es nicht nur in vergangenen Jahrhunderten schwer, sondern auch heute noch spielen sie im Konzertbetrieb eine sehr untergeordnete Rolle. Teilweise existiert das Notenmaterial nur in Handschriften, aus denen praktische Ausgaben erstellt werden müssen. Der Musikwissenschaftler Tobias Fasshauer hat sich dieser mühsamen Detailarbeit angenommen und zwei der insgesamt acht Sinfonien Emilie Mayers für Aufführungen eingerichtet. Während er in der Dokumentation die 2. Sinfonie der Berliner Komponistin vorstellt, wird das RSO-M ihre 3. Sinfonie präsentieren, von der bislang keine Einspielung existiert. Außergewöhnlich für eine Frau im 19. Jahrhundert, erhielt Emilie Mayer Unterstützung von einigen ihren männlichen Kollegen und etablierte sich als eine feste Größe im Berliner Musikleben. Ihr Schaffen strahlte auch auf andere Städte aus, jedoch geriet sie nach ihrem Tod schnell in Vergessenheit.

Dagegen zog sich Mel Bonis weitgehend ins Private zurück, nachdem sie zwar zunächst Klavier spielen und am Pariser Conservatoire studieren durfte. Ihre Eltern sorgten anschließend für die Heirat mit einem wohlhabenden Witwer und losgelöst von materiellen Sorgen widmete sich Mel Bonis der Musik. Allerdings blieb ihr die schöne Kunst als berufliche Perspektive aufgrund ihres Geschlechts und gesellschaftlicher Konventionen verwehrt. Sie veröffentlichte viele Klavierstücke, um aber nicht als Frau erkannt zu werden, änderte sie ihren Vornamen von „Mélanie“ zu „Mel“. Auch das Werk Les Gitanosexistiert in Klavierfassungen, allerdings entfaltet sich besonders in der Orchesterfassung das spanische Kolorit in diesem gut dreiminütigen Valse espagnole. Musik der beiden weiteren Komponistinnen aus der Dokumentation Fanny Hensel und Lili Boulanger wird dann am Nachmittag im Film Komponistinnen zu hören sein.

Es erwartet Sie nicht nur eine ungewöhnliche, rund einstündige Matinee, sondern auch ein Erleben der Werke aus einem ganz besonderen Blickwinkel: Das Orchester wird in der Saalmitte Platz nehmen und vielleicht darf sich das Publikum auch unter die Musiker*innen mischen, um so das Konzert aus nächster Nähe und ungewohnter Hörperspektive zu genießen.

Sonntag, 24. November 2019
12:00 Uhr | Black Box
€ 10,– (Karten buchen über München Ticket)

Rainbow Sound Orchestra Munich
Leitung: Mary Ellen Kitchens

Emilie Mayer (1812–1883) 
Symphonie Nr. 3 C-Dur
(1850, Entdeckung aus der Staatsbibliothek in Berlin – es gibt bislang überhaupt keine Einspielung dieses Werks)

Mel Bonis (1858–1937) 
Les Gitanos
op. 15/3 für Orchester (1891)

Veranstalterin: musica femina münchen e. V.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München

Der Film läuft um 14:30 Uhr im Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz.
Anschließend Filmgespräch in Anwesenheit der Filmemacher Kyra Steckeweh, Tim van Beveren sowie Susanne Wosnitzka als Mitwirkender im Film

Karten zu € 9,50,–   bitte direkt beim Kino unter www.riopalast.de reservieren.

Text: RSO-M

Frauenmusikgeschichte kompakt | Vortrag

Frauenmusikgeschichte aus 13 Jahrhunderten © Susanne Wosnitzka. Einzelbilder Wikimedia.Commons (gemeinfrei)
Frauenmusikgeschichte aus 13 Jahrhunderten © Susanne Wosnitzka. Einzelbilder Wikimedia.Commons (gemeinfrei)

Komponistinnen – eine „seltene Spezies“? Jeder kennt Haydn, Mozart, Beethoven – es braucht nur den Nachnamen, um zu wissen, woran man ist. Aber wer kennt Mayer, Boulanger, Strozzi? Wir sind umgeben von Kunst, Kultur und Musik, aber wessen Kultur erleben wir eigentlich, wenn wir bewusst oder unbewusst davon umhüllt werden? Was davon nehmen wir wahr? Welchen Anteil hat die Frauenmusikgeschichte an der gesamten Kulturgeschichte? Welchen besonders die Komponistinnen? Und warum bekommt man davon so wenig mit?

Dieser Vortrag soll die Lust auf Unbekanntes wecken, auf unbekanntes Schönes, Hochwertigstes, Gleichberechtigtes auch im Sinne von Gleichwertigkeit – als höchst Wissenswertes, gerade auch, wenn es um Wissensvermittlung im Unterricht geht. Wenn es darum geht, dass auch Mädchen und Jungen tolle weibliche Vorbilder haben können. Auch als Überblicksvortrag geeignet, der vor die weiteren detaillierten Komponistinnenvorträge geschaltet werden kann.

Gehen Sie mit auf eine Zeitreise vom 8. Jahrhundert bis heute: Was trug dazu bei, dass die Leistungen von Frauen so unsichtbar gemacht wurden? Wo und wann lagen die Schwerpunkte hin zu einer Wendung im Musik- und Gleichberechtigungsbewusstsein? Was ist noch zu tun auf diesem Weg? Was haben die concerti delle donne mit den Spice Girls zu tun?

Kosten:
VB (Vortrag ca. 90 Minuten; Anreise/Übernachtung exklusive)

Ideal für Kulturzentren, Schulen, Bildungseinrichtungen, Firmenfeierlichkeiten, private Feste wie Geburtstage etc. – beschenken Sie einen Freund/eine Freundin oder Ihre Kundinnen und Kunden mit einem Vortrag | Hausvorführungen möglich – Beamer und weitere technische Gerätschaften vorhanden

KVAST-Jubiläum Nordische Botschaften Berlin | Talk mit u. a. mir

© KVAST. Mit freundlicher Genehmigung.

Am Montag, 11. November 2019, findet im den Nordischen Botschaften Rauchstraße 1, 10787 Berlin das KVAST-Jubiläum (10 Jahre) statt als deutsch-französisch-schwedische Kooperationsveranstaltung. Thema des Symposiums (Beginn: 17:00 Uhr) ist, wie sich Komponistinnen noch besser vernetzen und was Komponistinnen-Organisationen tun können, um für noch bessere Sicht- und Hörbarkeit zu sorgen.

Das Panel wird moderiert von Emil Roijer (ehem. SpecsOn-Festival). Nach der Begrüßung durch elektroakuustische Musik von Savannah Agger, Claire Renard, Lucie Prod’homme, Sophie Lacaze und Christine Groult sind die Gäste auf dem Panel:

Astrid Pernille Hartmann: Präsidentin KVAST
Fredrik Andersson: Programmdirektor Royal Stockholm Philharmonic Orchestra/Stockholm Concerthouse
Bettina Wackernagel: Artistic director Heroines of Sound Festival
Julia Gerlach: Secretary of the music section, Akademie der Künste
Susanne Wosnitzka: Archiv Frau und Musik, Musikwissenschaftlerin
Claire Renard: Komponistin, Vize-Präsidentin Plurielles34
Lucie Prod’homme: Komponistin

Paneltalk und Konzert: Eintritt frei!

19:00-20:00 Uhr: Bar and mingel
20:00-21:00 Uhr: Concert Soprano Cécile Rives and piano Eva Sidén ( also electronics and composition). Based on a Call for scores by KVAST- Pieces by Tebogo Monnagkottla, Ylva Q Arkvik, Ylva Skog, Maria Lithell Flyg, Eva Sidén
22:00 Uhr: The embassy closes
Weitere Infos dazu finden Sie unter www.kvast.org und www.nordischebotschaften.org/nordic-embassies-berlin

Komponistinnen – eine “seltene Spezies”? | Vortrag

Samstag, 26. Oktober 2019, 19:00 Uhr, Gymnasium Kleine Burg, Leopoldstraße 20, 38100 Braunschweig

Jeder kennt Haydn, Mozart, Beethoven – es braucht nur den Nachnamen, um zu wissen, woran man ist. Aber wer kennt die Komponistinnen Mayer, Boulanger, Strozzi? Wir sind umgeben von Kunst, Kultur und Musik, aber wessen Kultur erleben wir da eigentlich, wenn wir bewusst oder unbewusst davon umhüllt werden? Was davon nehmen wir wahr? Welchen Anteil hat die Kultur von Frauen an der gesamten Kulturgeschichte? Welchen besonders die Komponistinnen? Und warum kriegt man davon so wenig mit?
Dieser Vortrag soll die Lust auf Unbekanntes wecken, auf unbekanntes Schönes, Hochwertigstes, Gleichberechtigtes auch im Sinne von Gleichwertigkeit – als höchst Wissenswertes, gerade auch, wenn es um Wissensvermittlung im Unterricht geht. Wenn es darum geht, dass auch Mädchen tolle weibliche Vorbilder haben können. Gehen Sie mit auf eine Zeitreise mit Susanne Wosnitzka M. A. (Musikwissenschaftlerin) vom 8. Jahrhundert bis heute: Wo und wann lagen die Schwerpunkte hin zu einer Wendung im Musik- und Gleichberechtigungsbewusstsein? Was ist noch zu tun auf diesem Weg? Was hat die Renaissance mit den Spice Girls zu tun?

“Komponistinnen” | Film mit Talk in Garmisch-Partenkirchen

Komponistinnen – Dokumentarfilm über Fanny Hensel, Mel Bonis, Emilie Mayer und Lili Boulanger

Montag, 18. Februar 2019 Garmischer Premiere um 20:00 Uhr im Hochland-Kino Garmisch-Partenkirchen in Anwesenheit der Filmemacher*in Kyra Steckeweh und Tim van Beveren im Anschluss: Filmgespräch mit u. a. Susanne Wosnitzka

Ausgezeichnet als “Bester Dokufilm von oder über eine Frau” (Alive International Documentary Film Festival Los Angeles 2018) und als “best featured documentary” (10th World Music and Independent Film Festival Washington D.C.)!

“Eine überfällige Doku mit Musik, die packt und dazu exzellent erzählte Geschichte(n) – großes Kompliment” (Premieren-Besucher)

Komponistinnen-Bullshit-Bingo

Komponistinnen-Bullshit-Bingo
Komponistinnen-Bullshit-Bingo

Seit geraumer Zeit sammle ich O-Töne, die mir und anderen Frauen in meinem Berufs- und Lebensalltag begegnen. Manchmal täglich. Oft immer dieselben Sprüche. Von immer denselben Typen. Etwas seltener aber durchaus auch von Frauen. Diese Sprüche zeugen von unverhohlener Misogynie, Gynophobie, Ahnungslosigkeit, Unwissen und einem Mangel an Empathie. Und sind Bullshit.

Dagegen gibts aber was: Bildung, Bildung und nochmals Bildung und das von klein an. Es ist ein Problem, wenn Komponistinnen (und auch Dirigentinnen) so dermaßen missachtet werden, dass ihre Werke und sie selbst kaum zur Geltung kommen.

Vielfalt? Gleichberechtigung? Bullshit!

In der Saison 2017/2018 gab es in Deutschland 444 Opernaufführungen, davon rund 30 als Uraufführungen (Quelle: nzm, badblog, 10.4.2018). Von diesen wiederum waren 4 Werke von Frauen, also 4 von 444. Der BR hat neulich stolz eine Charta der Vielfalt unterzeichnet – und bringt dann in seinem neuen Saisonprogramm in musica viva kein einziges Werk einer Frau. Auch keines, das von einer Frau dirigiert wird. Das soll Vielfalt sein? Dafür bezahlen wir Rundfunkbeiträge?

Selbstverständlich wird dabei von Frauen genauso viel Kohle abkassiert wie von Männern. So vong Gleichberechtigung her, nicht wahr? Komponistinnen können zwar in der GEMA eingetragen sein, aber wenn sie nicht oder kaum aufgeführt werden, erhalten sie auch kein Geld, was dazu beiträgt, dass Frauen in diesem Bereich wesentlich armutsgefährdeter sind als ihre Kollegen.

Wer dazu auch mit Quellenbelegen vertiefend nachlesen will, kann das gerne auf meiner Homepage an anderer Stelle tun. Dr. Charlotte Seither (Komponistin, GEMA-Aufsichtsrätin) findet meine Zornrede “übrigens ausgesprochen gut” (O-Ton).

Wenn ihr also Lust auf Bullshit-Bingo habt, dann druckt es euch aus, nehmt es in Gesprächskonzerte mit, beteiligt euch daran und kreuzelt an. Obligatorisch schreit man ein bestimmtes Codewort, wenn man 5 Felder diagonal oder längs- und breitquer geschafft hat. Meistens BINGO! Hier kann man aber den Umständen gemäß auch gepflegt FUCK YOU schreien. Bei jedem einzelnen gebingoten Feld zum Beispiel.

Mögen die Spiele beginnen!

(bittere Glosse)

Brandneuer Buchtipp:
The Sorority (Hg.): No More Bullshit: Das Handbuch gegen sexistische StammtischWeisheiten. Mit Beiträgen u. a. von Stefanie Sargnagel, Lady Bitch Ray und Christoph May. Kremayr & Scheriau 2018, 192 Seiten, 19,90 €

+Update+ KOMPONISTINNEN – Neue Film-Doku

Premiere Komponistinnen im Babylon-Kino Berlin © Susanne Wosnitzka
Premiere Komponistinnen im Babylon-Kino Berlin © Susanne Wosnitzka

+++Update (Feb. 2019)+++
“Musik steht in Claras [Clara Schumanns] ganzem Leben als  durchdringender Strom im Vordergrund, nicht Musik als faktische oder spekulative Funktionalisierung sozialen, ideologischen oder psychischer Teilbereiche. Das ist eine Stufe der Rezeption, die auch der hier in einer verkürzten Collage gezeigte Dokumentarfilm Komponistinnen (D 2018) von Tim van Beveren und Kyra Steckeweh einfordert und weitaus mehr bedeutet als die Würdigung von Komponistinnen unter politischen, emanzipatorischen oder anderen Implikationen: Deren Werke sollen mit der gleichen Selbstverständlichkeit rezipiert werden wie die Ouevres von Männern. Es geht nicht um Quoten, sondern um den Abbau des Legitimationsdrucks gegenüber dem Schaffen von Frauen generell. Dieser wird aber noch oft durch voreingenommene Wertungen verhindert.”
(nmz online, 10. Februar 2019)

+++Update (Jan. 2019)+++
Auch beim 10th World Music and Independent Film Festival in Washington D.C./USA hat der Dokufilm abgeräumt als best feature documentary!

+++Update (Sept. 2018)+++
Soeben erreichte mich die tolle Nachricht, dass diese Komponistinnen-Doku beim Alivedoc International Documentary Film Festival Los Angeles/USA in der Kategorie best documentary made by or about women gewonnen hat!

Am Donnerstag, 31. Mai 2018, feierte im Babylon-Kino Berlin ein ganz besonderer Film eine rauschende Premiere. Komponistinnen ist die brandneue Film-Dokumentation der Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh und ihrem preisgekrönten Kameramann und Mitproduzenten Tim van Beveren. In Kooperation z. B. mit dem Archiv Frau und Musik in Frankfurt/Main entstand in mehrjähriger Arbeit eine abendfüllende Dokumentation (rund 90 Minuten), die von ihrem Umfang und Inhalt weltweit bislang einzigartig ist. Sie wurde hauptsächlich aus privaten Mitteln und über ein erfolgreiches Crowdfunding finanziert (startnext) und wäre ohne die Unterstützung von Mäzen*innen nicht zustande gekommen.

Komponistinnen – Fanny Hensel, Lili Boulanger, Mél Bonis, Emilie Mayer

Vorgestellt werden darin vier sehr verkannte aber zu ihren Lebzeiten teils damals bereits äußerst bekannte Komponistinnen, die von der Familie abgehalten wurden, zu komponieren und zu veröffentlichen (Fanny Hensel), oder die – im Gegensatz – selbstverständlich gefördert wurden, aber trotzdem „+Update+ KOMPONISTINNEN – Neue Film-Doku“ weiterlesen

“Komponistinnen” – Filmpremiere!

Ich bin im Bilde bzw. im Film! Große Premierenfeier!

Als die Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh eines Tages feststellte, dass ihr Repertoire nur aus Musik von Männern besteht begann sie, nach Stücken von Komponistinnen zu suchen. Ihre Recherchen in Archiven und bei Editionen förderten schnell eine Vielzahl fantastischer Klavierwerke zutage, die bis heute fast nie gespielt werden.

Sie traf eine Auswahl von vier sehr unterschiedlichen Komponistinnen, die alle ein vielfältiges Gesamtwerk hinterlassen haben.

Zusätzlich zur intensiven Auseinandersetzung mit der Musik will Kyra Steckeweh nun aber auch „hinter die Noten“ schauen: Wie lebten diese Frauen? Mit welchen Widerständen hatten sie zu kämpfen? Wie haben sie diese bewältigt?

Der Film „Komponistinnen“ beleuchtet die historischen und persönlichen Umstände, unter denen die vier Frauen im 19. und frühen 20. Jahrhundert ihre Werke geschaffen haben. Der Berliner Filmemacher Tim van Beveren begleitet Kyra Steckeweh auf ihrer Spurensuche nach Frankreich und Deutschland, zu den Lebens- und Wirkungsstätten von Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer.

Sie trifft dabei Expertinnen und Experten (z. B. Susanne Wosnitzka), die sich wissenschaftlich mit der Thematik beschäftigen und denen sie auch Fragen zur gegenwärtigen Situation stellt. Wie wird heute mit dem musikalischen Erbe der Komponistinnen umgegangen? Warum wird ihre Musik so selten aufgeführt?

Am Klavier lässt Kyra Steckeweh die Musik von Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer lebendig werden und am Ende der filmischen Reise hat man fast das Gefühl, die Komponistinnen persönlich zu kennen.

Das Archiv Frau und Musik vorgestellt!

Im Archiv Frau und Musik. Bildkombination aus Werken von Susanne Wosnitzka/Edith Schmidt gen. Steinhoff © Gaby dos Santos
Im Archiv Frau und Musik. Bildkombination aus Werken von Susanne Wosnitzka/Edith Schmidt gen. Steinhoff © Gaby dos Santos

Erstmals veröffentlicht am 22. Mai 2015

Von außen ein unscheinbarer, heller Backsteinbau entpuppen sich die hoffmanns höfe als erstaunlich lebendig. In diesem Konglomerat aus Tagungsräumen, einem Hotel und Bürozimmern – einer gemeinnützigen Gesellschaft für Bildung und berufliche Integration – befindet sich das Archiv Frau und Musik, das weltweit älteste, größte und bedeutendste Archiv zu Musik von Frauen aus aller Welt.

Zauberwelt Archiv Frau und Musik

Stille. Hin und wieder knarzendes Parkett. Das knitzerige Geräusch umblätternder Seiten. Sonnenstrahlen, die durchs Fenster fallen, in denen vereinzelt winzige Staubpartikel schillern, die langsam, langsam zu Boden driften. Ein gewisser Geruch in der Luft, der altem Papier zu eigen ist. Friedvolle Häuslichkeit. Räume, die Geschichte atmen. Eine ganz besondere, verkannte, unglaublich aufregende Geschichte…

Hier gehts weiter mit dem Text, den ich als Gastbeitrag für Gaby Dos Santos (bekannte Münchner Musiktheatercollagistin) für ihren jourfixeblog schrieb. „Das Archiv Frau und Musik vorgestellt!“ weiterlesen

Italienische Renaissance-Komponistinnen | Vortrag

Francesca Caccini (1587 nach 1641), Barbara Strozzi (16191677) und Maddalena Casulana (um 1544 um 1590).
Barbara Strozzi gab zu Lebzeiten acht Madrigalbücher mit ihren Werken heraus – so viele wie ihr weltweit bekannter Kollege Claudio Monteverdi (15671643). Frauen der legendären Concerti delle donne, die am Hof von Ferrara gegründet wurden, einen ungeheuren Boom erlebten und selbst die Instrumentenmacher und den Gebrauch von hohen Instrumenten wie die Violine bis heute nachhaltig beeinflussten, trugen zur Verbreitung von Renaissancemusik auch an Deutschlands Höfen maßgeblich bei. Diesen Frauen ist es zu verdanken, dass sich mit ihrer Performance, die alle Register der Affetti zog und Dissonanzen auf erstaunliche Weise voll auskostete, die Renaissance als Wiedergeburt der Antike bis heute in ganz Europa als neue Lebensart durchsetzen konnte.

Hörbeispiel:
Concerto delle donne

Kosten:
VB (einzelne Vorträge ca. 90 Minuten; Anreise/Übernachtung exklusive)

Ideal für Kulturzentren, Firmenfeierlichkeiten, private Feste wie Geburtstage etc. – beschenken Sie einen Freund/eine Freundin oder Ihre Kundinnen und Kunden mit einem Vortrag aus meinem Repertoire | Hausvorführungen möglich – Beamer und weitere technische Gerätschaften vorhanden

“Komponistinnen” | Film in Garmisch-Partenkirchen

Komponistinnen – Ein Dokumentarfilm über Fanny Hensel, Mel Bonis, Emilie Mayer und Lili Boulanger

Am Montag, 18. Februar 2019 um 20:00 Uhr Garmischer Filmpremiere von Komponistinnen – eine filmische und musikalische Spurensuche im Hochland-Kino (Ludwigstr. 90, 82467 Garmisch-Partenkirchen) in Anwesenheit der Filmemacher*in Kyra Steckeweh und Tim van Beveren im Anschluss: Filmgespräch mit u. a. Susanne Wosnitzka

Ausgezeichnet als “Bester Dokufilm von oder über eine Frau” (Alive International Documentary Film Festival Los Angeles 2018) und als “best featured documentary” (10th World Music and Independent Film Festival Washington D.C.)!

“Eine überfällige Doku mit Musik, die packt und dazu exzellent erzählte Geschichte(n) – großes Kompliment” (Premieren-Besucher)

Weitere Infos zur Entstehung des Dokumentarfilms finden Sie auch hier

“Komponistinnen” | Film mit Talk in Augsburg

Komponistinnen – Dokumentarfilm über Fanny Hensel, Mel Bonis, Emilie Mayer und Lili Boulanger

Montag, 11. März 2019 Augsburger Premiere um 18:30 Uhr im Liliom-Kino in Anwesenheit der Filmemacher*in Kyra Steckeweh und Tim van Beveren im Anschluss: Filmgespräch mit u. a. Susanne Wosnitzka

Ausgezeichnet als “Bester Dokufilm von oder über eine Frau” (Alive International Documentary Film Festival Los Angeles 2018) und als “best featured documentary” (10th World Music and Independent Film Festival Washington D.C.)!

“Eine überfällige Doku mit Musik, die packt und dazu exzellent erzählte Geschichte(n) – großes Kompliment” (Premieren-Besucher)

Weitere Infos dazu auf der Komponistinnen-Homepage oder – mit Making-of-Hintergründen auf meiner Webseite hier.

“Komponistinnen” | Film mit Talk in Augsburg

Komponistinnen – Dokumentarfilm über Fanny Hensel, Mel Bonis, Emilie Mayer und Lili Boulanger

Montag, 11. März 2019 Augsburger Premiere um 18:30 Uhr im Liliom-Kino in Anwesenheit der Filmemacher*in Kyra Steckeweh und Tim van Beveren im Anschluss: Filmgespräch mit u. a. Susanne Wosnitzka

Ausgezeichnet als “Bester Dokufilm von oder über eine Frau” (Alive International Documentary Film Festival Los Angeles 2018) und als “best featured documentary” (10th World Music and Independent Film Festival Washington D.C.)!

“Eine überfällige Doku mit Musik, die packt und dazu exzellent erzählte Geschichte(n) – großes Kompliment” (Premieren-Besucher)

Weitere Infos dazu auf der Homepage von Komponistinnen oder mit etwas mehr Infos zum Making-Of auf meiner Seite hier.